1. az-online.de
  2. Altmark
  3. Arendsee

Taubenzüchter fordert Abschuss von Greifvögeln

Erstellt: Aktualisiert:

Kommentare

Greifvögel, wie hier ein Sperber, nehmen sich ab und zu auch mal eine Taube zum Frühstück. Das ärgert insbesondere die Taubenzüchter, die das Greifvogel-Jagdverbot kritisierten.
Greifvögel, wie hier ein Sperber, nehmen sich ab und zu auch mal eine Taube zum Frühstück. Das ärgert insbesondere die Taubenzüchter, die das Greifvogel-Jagdverbot kritisierten. © Buchmann

Kläden. Die Berichte der Jagdpächter in Kläden fielen nüchtern aus. Die Zahlen der erlegten Tiere im zurückliegenden Jagdjahr wurden genannt. Auffallend: In den Revieren Kläden und Kraatz wurden insgesamt 32 Waschbären erlegt.

Von einer Plage wollte noch niemand reden, doch gehe von einem unkontrollierten Wachsen der Population eine nicht geringe Gefahr aus, hieß es. So auch für die Vögel, deren Gelege von den einst aus Nordamerika stammenden Tieren geplündert werden. Doch für einige anwesende Jagdgenossen in der Gaststätte Hoffmann gibt es noch ein anderes Problem. Wilfried Pietschmann, passionierter Taubenzüchter aus Kläden, forderte wiederholt den kontrollierten Abschuss von Greifvögeln. „Es ist nicht zu verstehen, das diese Vögel Überhand nehmen und die wertvollen Brieftauben töten“, machte Pietschmann klar. Sein Schlag sei auch schon betroffen. Es komme immer wieder vor, dass Tiere auf dem Wettkampfflug angegriffen werden. Und verenden. „Uns Taubenzüchtern hilft niemand. Eher wird der Abschuss des Wolfes einmal angeordnet, denn die Wolfsgegner haben eine größere Lobby“, so der Taubenfreund.

Wiederholt hatte auch Günter Herte aus Kläden den Abschuss von Elstern gefordert. „Man hört kaum noch einen Singvogel“, sagte er während der Versammlung und kritisierte den Abschuss nur einer Elster im letzten Jahr. Man habe den Eindruck, dass die Jäger das Geld für die Munition sparen wollten, mutmaßte er. Das sei aber nicht der Fall, entgegnete Jagdpächter Jürgen Schünke. Elstern dürften im Dorfgebiet und 300 Meter drumherum nicht geschossen werden. Herte entgegnete: „Auch im Wald gibt es Elstern.“

Freilaufende Hunde sind immer wieder ein Problem. „Es ist kein Problem, den Hund mal auf der Wiese frei laufen zu lassen, aber nicht im Wald“, so Jürgen Schünke. Er verwies auf einen Vorfall mit zwei Tieren aus Kaulitz – einen Husky und einen Schäferhundmischling, die die gesamte Jagdregion in Unruhe versetzten.

Klädens Jagdpächter Dr. Thomas Nothnagel gab bekannt, dass ein Hase geschossen wurde. Das sorgte für Erstaunen, denn die Gäste waren der Ansicht, dass es kaum Hasen gebe.

Einen Hinweis an die Mitglieder der Jagdgenossenschaft gab es vom Vorstand. Wer Land verkauft, sollte das unbedingt anzeigen. Damit die Jagdpacht richtig ermittelt werden kann.

Von Harry Güssefeld

Auch interessant

Kommentare