Bisher 3200 Besucher im Maislabyrinth: Verirren wird zum Besuchermagnet

Suchspaß ohne Navi

Elke Gänge im Maislabyrinth, das bis Ende Oktober besucht werden kann. Etwa 80 Interessierte kommen pro Tag. Foto: Ziems
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Elke Gänge im Maislabyrinth, das bis Ende Oktober besucht werden kann. Etwa 80 Interessierte kommen pro Tag.

Kläden. Das Navigationsgerät kann hilfreich sein, um die Attraktion in der Einheitsgemeinde Arendsee zu finden – doch spätestens am Eingang ist diese Technik genauso wie Karten tabu.

In Kläden lässt sich Dank des Tourismusvereins entdecken, dass der Weg das Ziel ist und dabei Zeit keine große Rolle spielt. Denn wer ins Maislabyrinth geht, der möchte sich auch verirren.

Im Rahmen des Projekts Bürgerarbeit kümmern sich drei Kräfte um das 1,4 Hektar große Feld. Dafür wurden vor einigen Monaten 1,5 Meter breite Wege gehackt. Achtlos weggeworfener Müll spielt bei der täglichen Betreuung aber keine Rolle. Viel mehr werden Maiskolben herausgerissen. Doch die Beschädigungen halten sich in Grenzen, die Attraktion kann bis Ende Oktober genutzt werden. „Wir haben etwa 80 Gäste pro Tag. Mit der Resonanz kann man zufrieden sein, aber die Vermieter könnten noch mehr darauf hinweisen“, unterstreicht Gebhard Wolf, Vorsitzender des Tourismusvereins.

In diesem Jahr wurden die Wege in Form einer Schnecke angelegt, wer schnell ist braucht etwa 20 Minuten. Familien und Gruppen können sich aber auch gut eine Stunde vergnügen und den Blick vom Aussichtsturm, der das Ziel markiert, genießen. „Manche Gäste fragen auch nach unseren Handynummern, damit sie uns anrufen können, wenn es zu lange dauert. Aber dazu kommt es in der Regel nicht“, erzählt Bürgerarbeiterin Elke Gänge aus der Praxis. Gern genutzt wird ein Rätsel mit Fragen zur Region. „Wir vermitteln damit Natur. und Heimatgefühl. Durch Sponsoren gibt es auch Preise“, so Gebhard Wolf. Bei den Interessierten kommt zudem gut an, dass sich direkt am Labyrinth das Klädener Gerätehaus mit Alttechnik befindet. Diese kann während der Öffnungszeiten des Labyrinths ebenfalls kostenlos angeschaut werden. Wenige Kilometer weiter, in der Arendseer Innenstadt, befindet sich zudem eine landwirtschaftliche Ausstellung, die auch vom Tourismusverein betreut wird. „Somit gibt es Alternativen, falls das Wetter nicht zum Baden im See geeignet ist“, macht Gebhard Wolf deutlich.

Der Vereinschef schaut bereits auf 2013. Die zweite Oldtimerrundfahrt „Altmark-Classic“ beginnt am 27. Juli mit der Eröffnung des neuen Maislabyrinths. Von dort aus geht es weiter in die westliche Altmark. Ziel werden unter anderem Salzwedel und Diesdorf sein.

Von Christian Ziems

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