Sozial- und Kulturausschuss hat seit März nicht getagt

Auf der Suche nach politischen Impulsen

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Thomas Schlicke (r.), Vorsitzender des Sozialausschusses, bei einer Vergabe des Arendseer Kunst- und Kulturpreises. Darüber hinaus soll der Ausschuss aber mehr in Stadtthemen eingebunden werden.

Arendsee. Diskussionen zu Haushaltszahlen und zum Standort des Arendseer Ferienhortes – dies hat den Ausschusses für Soziales, Kultur, Schule, Kita und Jugend beschäftigt. Allerdings schon im März 2017. Seitdem gab es keine einzige Sitzung des Gremiums mehr.

Zum Vergleich: Andere Arendseer Ausschüsse tagen mehrfach im Jahr, zum Teil sogar monatlich.

Die Altmark-Zeitung fragte beim Vorsitzenden Thomas Schlicke nach. „Den Ausschuss gibt es noch. Wir hatten tatsächlich lange keine Sitzung mehr. Ein Grund ist der Mangel an Themen“, erklärte der Kommunalpolitiker. Zwar gebe es durchaus kulturelle Veranstaltungen und soziale Details, über die gesprochen werden könnte, doch die dringen nicht immer bis zu dem Gremium durch. Vieles laufe direkt über den Amtstisch von Bürgermeister Norman Klebe, wie Thomas Schlicke erklärte. Er würde sich wünschen, dass der Ausschuss mehr vom Stadtoberhaupt sowie der Verwaltung eingebunden wird. Dazu müsse aber der Informationsfluss verbessert werden.

Thomas Schlicke kündigte gegenüber der AZ an, mit Vize-Bürgermeisterin und Hauptamtsleiterin Anja Schrader zu sprechen. Geplant ist eine Sitzung in nächster Zeit. Nun gilt es, die Themen abzustimmen. Die Bereiche, die den Ausschuss seinem Namen nach betreffen, nehmen im Haushalt der Stadt übrigens den größten Posten ein.

Für den Arendseer steht fest, dass das Vergeben des Kunst- und Kulturpreises auch künftig nicht die einzige Aufgabe des Ausschusses sein soll. In Sachen Finanzen sieht Thomas Schlicke die Stadt weiterhin in schwieriger Lage. Ein Zeichen dafür sei, dass die Einheitsgemeinde aus immer mehr Vereinen austritt. Das spart Kosten. Allerdings verliert die Kommune damit auch an Einflussmöglichkeiten.

Bei einem Punkt, der die Ausschussmitglieder in den vergangenen Jahren immer wieder beschäftigt hat, sieht der Arendseer keinen finanziellen Handlungsspielraum: den Zustand der öffentlichen Spielplätze. Dabei handelt es sich um keine Pflicht-, sondern eine freiwillige Aufgabe. Bedarf gibt es zum Beispiel an der Badestelle „Quelle“. Die dortige Schaukel ist marode.

Von Christian Ziems

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