Diskussion im Sozialausschuss

Arendsee: Suche nach neuer Haltestelle für den Schülerverkehr

Ein LKW in der Feldstraße in Arendsee
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Wenn ein Bus durch die Feldstraße in Arendsee fährt, wird es noch enger als mit diesem LKW.

Wer angesichts der Sozialausschusssitzung am Dienstag in Mechau glaubte, dass sich in Sachen Schülerverkehr und Veränderung der Bushaltestellen in Arendsee endlich eine Lösung abzeichnen würde, der wurde enttäuscht. 

Aber: Heute, Donnerstag, soll es endlich die lang ersehnte Diskussion mit der PVGS, dem Träger des Schülerverkehrs, geben. Forderung der Stadt: raus aus der Alten Poststraße (wir berichteten). Und das allein scheint gesetzt. Alles andere ist völlig offen. Das wurde am Dienstag deutlich gemacht.

Die Verwaltung hatte die Schulen angeschrieben. Die Antworten sind vielfältig und bunt: Schulleiter Thomas Schlicke favorisiert den Ein- und Ausstieg der Schüler am Busbahnhof. Die anvisierte Haltestelle am Marktplatz lehnt die Theodor-Fontane-Schule ab. Auch deshalb, weil nicht immer eine Aufsicht dort sein könne. Wegen Krach und Unrat aufgrund der Konzentration der Schüler mitten in der Stadt.

Die Grundschule wurde auch befragt. Dort hieß es, die bisherige Lösung sei die optimale, weil keine Straßen überquert werden müssten. Da das aber nicht mehr sein soll, wolle man sich mit der Bushaltstelle an der Feldstraße vor der Schule anfreunden. Das aber könnte ein Problem werden. Denn wenn die Busse dort halten, werden natürlich auch die Sekundarschüler aussteigen und nicht bis zum Busbahnhof weiterfahren. Das wäre ja auch paradox, so die Meinung.

Viele Stadträte selbst hatten zuvor den Marktplatz favorisiert. Das ist aber nun auch wieder aufgeweicht – weil man die ehemalige Bushaltestelle zwischen Johanniskirche und Begegnungszentrum wieder ins Spiel bringt.

Eine Haltestelle an der Feldstraße könne Probleme geben, hieß es am Dienstag im Ausschuss. Die Elterntaxis, die Busse und die Enge der Straße führe zu einer kleinen Katastrophe. Und egal welche Lösung man anstrebe: Nun kamen auch Ideen ans Tageslicht, einige Straßen zu Einbahnstraßen werden zu lassen. So unter anderem auch die Feldstraße.

Wohin nun mit den Bushaltestellen? An den Bahnhof? An den Marktplatz? Zwischen Johanniskirche und Begegnungszentrum? Vor die Grundschule?

Die Beobachter der Diskussion vermissen seit Wochen eine klare Linie, vorgegeben durch die Verwaltung. Aus Angst vor Lehrer- und Elternmeinung keine Idee zu haben, scheint nicht die Lösung zu sein. Die Eltern hatten beispielsweise einen Fußweg von der Schule zum Bahnhof abgelehnt. Auch aus Sicherheitsgründen.

Heute wird die PVGS wissen wollen, was die Stadt will. Vielleicht werden Lose gezogen – aber es wird deutlich werden, dass man es nicht allen recht machen kann. Die Entscheidung, den Schülerverkehr aus der Alten Poststraße zu entfernen, die war schnell gefallen. Was nun kommt, ist ein Puzzle, eine Odyssee an Ideen und Vorschlägen. Die Verwaltung wird zu einer Entscheidung kommen und dabei manchen Kritikern die Stirn bieten müssen.

Und als ob es nicht schon durcheinander genug ist, erfuhr die AZ von einer neuen Idee: Alles bleibt in der Alten Poststraße. Die wird als Einbahnstraße Richtung Wasserturm ausgebaut. Doch wer genau hinschaut, wird erkennen, dass die Breite im Bereich hinter dem Kreisel in Richtung B 190 niemals ausreicht, um Bussen begegnen zu können. Es bleibt die Qual der Wahl.

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