Vorhandene Gebiete immer voller / Stadt hat Wiese im Blickfeld

Suche nach möglichen Bauplätzen beginnt

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Die freien Plätze im Wohngebiet Zießau werden weniger. Alternativen gibt es in der Einheitsgemeinde mit Ausnahme einiger Lücken kaum noch. Darum rückt eine Wiese an der Salzwedeler Straße in Arendsee mehr und mehr in den Fokus. 

Arendsee. Drei Grundstücke wurden verkauft, für drei liegen Optionen vor, also besteht ebenfalls Interesse: Der Verkauf von Flächen im Zießauer Wohngebiet läuft derzeit gut. Noch gibt es bis zur Waldgrenze 20 weitere Möglichkeiten für Häuslebauer.

„Wir freuen uns, dass das Interesse wächst. Seitdem wir selbst vermarkten, läuft es besser“, schätzt Bürgermeister Norman Klebe ein. Das Gebiet wurde nach der Wende geschaffen, die Grundstücke wirkten aber zunächst wie Blei und ließen sich nicht verkaufen. Inzwischen wird es dort immer voller.

Der Blick des Stadtoberhauptes geht darum über diesen Bereich hinaus. Denn andere Wohngebiete haben kaum noch Platz. So wurden Lücken an der Gestiener Straße geschlossen, und eine freie Fläche im Bereich des Weinbergweges, die als Parkplatz diente, soll ebenfalls bebaut werden. Darüber gab es in den vergangenen Monaten Streit. Anwohner wollten lieber Parkmöglichkeiten behalten. Doch der Stadtrat hat anders entschieden. Damit gibt es in diesem Wohngebiet zwischen Breitenstein und Gestiener Straße keinen Platz mehr.

Ähnlich sieht es am anderen Ende der Stadt in „Drei Eichen“ aus. Für diesen Bereich hat Norman Klebe eine Idee, die im Zuge des vorgesehenen Flächennutzungsplanes verankert werden könnte. Und zwar das Ausweiten des Wohngebietes bis zur Salzwedeler Straße. Dies wäre möglich, wenn der Rosenweg über einen alten und nicht mehr genutzten Sportplatz hinter dem Tennisplatz weitergeführt werden würde. Und zwar parallel zur Straße Drei Eichen.

Abgesehen vom Tennisplatz wäre theoretisch Platz zum Bauen. Neben dem einstigen Sportplatz befindet sich dort eine Wiese. Doch angrenzend befindet sich das Gelände des Wasserwerkes. Inwieweit es aus Schutzgründen Bauhindernisse gibt, gilt es zu klären. Norman Klebe glaubt, dass wohl unterkellerte Häuser aufgrund des hohen Wasserstandes schwierig sein würden. Trotzdem gilt es, diesen Bereich für Bauplätze nicht aus den Augen zu verlieren.

Nicht mehr aktuell sind hingegen alte Pläne, ein neues Wohngebiet neben der Thielbeerer Chaussee zwischen Bahnstrecke und Bundesstraße 190 zu schaffen. Hauptgrund ist fehlendes Interesse von Häuslebauern. Zudem wäre eine direkte Zufahrt nur über die alte Eisenbahnbrücke möglich, die dann saniert werden müsste. Das aber kann sich die Stadt nicht leisten.

Denkbar ist hingegen, Bauraum an der Zufahrtsstraße von der Kreuzung Seeadler bis zum Ortseingang (Bahnhofstraße) zu schaffen. Dort soll die Tank- und Raststätte erweitert werden. Daneben könnten Wohnhäuser entstehen. Laut alter Pläne wurde dies bereits vor Jahrzehnten als Möglichkeit zur Stadterweiterung aufgezeichnet.

Streit gibt es am Wendlandweg. Die Stadt will dort Interessenten die Möglichkeit geben, ihre Eigenheimträume zu erfüllen. Doch der Altmarkkreis stellt sich quer. Die Kommune lässt aber nicht locker, Norman Klebe hält das Gebiet als ideal für Baupläne. Genauso wie den Abschnitt zwischen Mühlenstraße, Ackerstraße, Dessauer Wort und Schulstraße. Und zwar dort, wo vier leer stehende Wohnblöcke stehen. Doch diese sollen im nächsten Jahr saniert werden (AZ berichtete).

Von Christian Ziems

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