Nach „Xavier“ im Oktober: Aufräumen sollte Wochen dauern – Monate sind vergangen / Angesägter Baum steht noch

Sturmspuren ziehen sich um den See

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Spuren schwerer Technik sind zu sehen; ein zerkleinerter Baumriese wurde unterhalb des Altenheims im Uferbereich abgelegt. Auch Reste eines Zaunes liegen dort. Der Zugang zur kleinen Badestelle ist dadurch kaum möglich.

Arendsee. Die ausgedruckten Hinweiszettel sind verschwunden, die Warnung vor dem Betreten des Seeweges steht weiter auf der offiziellen Arendseer Internetseite. Dies gilt bereits seit dem 5. Oktober. Die Spuren des Sturms „Xavier“ sind immer noch deutlich sichtbar.

Wirkt gefährlich: Die angesägten Reste eines massiven Baumstammes stehen direkt am Seeweg.

Seitens der Stadt hieß es im Oktober, die Arbeiten werden einige Wochen dauern. Es war von rund 120 Bäumen, die beschädigt sind oder umstürzten, die Rede. Inzwischen sind Monate vergangen. Der Weg ist zwar wieder passierbar, doch große Holzbrocken liegen an den Seitenbereichen. Vergessen wirkt der Abschnitt zwischen Kaskade und Seniorenheim. Dort stehen beispielsweise die Reste eines massiven Baumes, der offensichtlich gefällt werden sollte.

Baummaterial wurde bereits weggeschafft, die Stümpfe sollen Stück für Stück weggefräst werden, so die Info der Stadt.

Doch außer einem tiefen Schnitt ist seit Wochen nichts passiert. So manch einem Spaziergänger und Radfahrer ist wohl mulmig zu Mute, wenn er direkt an dem angesägten und ungesicherten Stamm vorbeigeht. Wenige Meter weiter sind die Reifenspuren schwerer Technik zu sehen. Die war nötig, um einen Baumriesen vom blockierten Weg zu bekommen. Die Reste wurden am Rand zu einer Wand aufgetürmt, die „blaue Perle“ ist in diesem Bereich vom öffentlichen Weg aus kaum noch zu erkennen. Deutlich sichtbar sind weitere Gefahrenpunkte wie umgekippte Wurzeln. In den Löchern darunter hat sich Wasser gesammelt. Auch die Baumstumpen, die weggefräst werden sollten, stehen entlang des Weges. In der Vergangenheit gab es immer wieder Ärger, weil Spaziergänger die Gefahren nicht ernst genug nahmen. Die Stadt hatte sich beim Sägen Hilfe von privaten Firmen und dem Technischen Hilfswerk geholt (Altmark-Zeitung berichtete).

Eine von mehreren umgekippten Wurzeln. Im Loch darunter hat sich Wasser gesammelt.

Doch nicht nur direkt am Arendsee sind die alten Sturmschäden wohl auch im neuen Jahr sichtbar. Das Mahnmal an der Lindenstraße wird von zersägten Holzstücken umgrenzt. Und auf dem Gelände des Wasserverbandes Osterburg / Stendal an der Salzwedeler Straße hängen viele beschädigte Bäume in den Kronen anderer Gehölze.

Von Christian Ziems

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