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Bei Sturm fliegen die brennenden Haare

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Noch gestern hingen die Nester an den Eichen am Kleinauer Märschenweg. Bereits im September sollten sie verschwinden, hieß es im Verwaltungsamt.
Noch gestern hingen die Nester an den Eichen am Kleinauer Märschenweg. Bereits im September sollten sie verschwinden, hieß es im Verwaltungsamt. © privat

Kleinau. Es war im September, als Familie Dömland aus Kleinau den Hilferuf in Richtung Arendseer Verwaltung absetzte.

Die AZ hatte die Familie besucht und ihnen mitteilen können, dass das Absaugen der Eichenprozessionsspinner, die der Familie das Leben so schwer machen, unmittelbar bevorstehe.

Diese Aussage bekam damals die AZ aus dem Ordnungsamt. Eine Firma, die in der Region tätig war, sollte die Nester verschwinden lassen, die bei Wind in Einzelteilen auf die Terrasse der Familie wedelten. Gestern nun kam der Sturm, mit ihm eine noch größere Belastung. Jürgen Dömland griff zum Telefonhörer und rief bei der AZ an. „Sie hatten geschrieben, die Erlösung naht. Es ist aber nichts passiert“, so der Kleinauer. Der Ärger war groß, als er hörte, dass die Verwaltung davon ausging, dass die Arbeiten erledigt worden waren.

Die AZ rief im Rathaus an. „Es war mit der Firma ausgemacht, dass sie die betreffenden Bäume absaugt“, so Annette Wolter. Ihr tue es leid, dass nichts passiert sei. Sie wolle sich umgehend melden, wenn sie mit der Firma Kontakt telefoniert habe. Gestern wurde noch kein neuer Termin benannt. Die Verwaltung werde sich kümmern – Dömlands würden sich freuen.

Von Harry Güssefeld

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