Besuchertag sorgte für Ansturm in der Fontane-Sekundarschule

Der Strom in der Kugel

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Physik fasziniert: Maik Wille (v.l.) und Lennard Kunze experimentieren mit der Kugel, in der sie elektrische Ströme umleiten können. Jana Wolf, Felix Wanzek und Sara Martin sind begeistert.

Arendsee. Raum 25 der Theodor-Fontane-Sekundarschule in Arendsee war am Freitag bis auf den letzten Platz voll. Nicht mit Schülern, sondern mit Besuchern, die zum Tag der offenen Tür der Bildungseinrichtung gekommen waren.

Lisa Hasselbusch (v.l.), Stella Hagemann und Doreen Melms eröffneten den Besuchertag in der Fontane-Sekundarschule.

Und auch auf dem angrenzenden Flur standen noch zahlreiche Gäste. An 16 verschiedenen Orten stellten die Jungen und Mädchen ihre Schule in oft spielerischer Form vor. Das Repertoire reichte von Englisch- und Russisch-Kostproben über Physik-Experimente bis hin zum Lernen am Computer und Unihockey in der Turnhalle. „Ich bin glücklich über das große Interesse der Schüler und natürlich auch der Eltern. Wir haben diesen Tag der offenen Tür, damit sich die Schüler der 4. Klassen der Arendseer und Fleetmarker Grundschulen bei uns umschauen und ihre Möglichkeiten genauer ausloten können“, freute sich Schulleiterin Doreen Melms über das Interesse.

Die Vorsitzende des Elternrates, Gitta Deutsch (v.l.), im Gespräch mit Sozialpädagogin Janine Gyhar und Schulleiterin Doreen Melms.

Wie sie berichtete, werden zurzeit 230 Schüler durch 23 Lehrer in zwölf Klassen – von der 5. bis zur 10. – an der Fontane-Schule unterrichtet. Vom Hauptschul- bis zum erweiterten Realschulabschluss können die Schüler dort alles erlangen. Es besteht auch die Möglichkeit, leistungsstarke Schüler auf ein Gymnasium zu schicken.

Maik Grimm (v.l.) stellte Yvonne Flechtner, Dunja Kral und Heino Plöwka den Wassersportverein Arendsee vor.

Doreen Melms forderte die Eltern in ihrer kurzen Begrüßung auf, in den einzelnen Räumen den Kontakt zu den Schülern und Lehrern zu suchen und mit diesen ins Gespräch zu kommen. Natürlich standen auch die Chefin selbst, die Sozialpädagogin Janine Gyhar sowie die Vorsitzende des Schulelternrates, Gitta Deutsch, Rede und Antwort. Der Besuchertag wurde mit zwei Liedern des Schulchores unter Leitung von Stefan Huth mit dem Stück „Lied der Meermädchen“ von Carl Maria von Weber eröffnet. Sophie Schneidereit begleitete am Keyboard. Lisa Hasselbusch und Stella Hagemann vom Elternrat führten durch das Programm.

Im Anschluss sahen sich die Eltern mit ihren Kindern die verschiedenen Aktivitäten in der Schule an. Die Theater AG hatte über Wochen ein Interview mit dem Namensgeber der Schule, Theodor Fontane, einstudiert, das sie nun erstmals aufführten. Zum Schluss des Stückes überreichte Karen Lange der Leiterin der Arbeitsgemeinschaft, Doris Planck, zum Dank für ihre Arbeit einen Blumenstrauß.

Es gab auf den einzelnen Etagen und in den Klassenräumen viel zu entdecken. Zum Beispiel eine szenische Lesung und ein Projekt zum Thema jüdisches Ghetto in Theresienstadt. Die Schüler zeigten den Gästen ihre Mappen, die sie über ihre gesamte Schulzeit führen und in denen über Klassenfahrten und andere Ereignisse berichtet wird.

André Krause, Justin Pascal Neumann und Lucas Becker zeigten, wie im Technikunterricht Erlerntes in der Praxis beim Bauen mit einem Modelbaukasten umgesetzt werden kann. Besonders interessant ging es Physik-Kabinett zu. Anziehungspunkt war eine Glaskugel, in der sichtbar gemachte elektrische Ströme durch Berühren mit dem Finger umgeleitet werden können. Einen Einblick in die Geschichte der Bildungseinrichtung war im kleinen Schulmuseum möglich. Dazu lagen als Ergänzung mehrere Chroniken aus.

Erstmals präsentierten sich einige Sportvereine beim Tag der offenen Tür an der Fontane-Schule. Melanie Wiechert und Kersten Friedrich von den Osterburger Triathlon-Füchsen luden zu einer kurzen Fahrt auf einem Rennrad ein und stellten ihren Verein vor. Dies taten auch die Arendseer Wassersportler um Maik Grimm. Auf großes Interesse stießen dabei die Jugendabteilung und die neue Stand-up-Board-Sparte. Das sportliche Programm rundeten Vorführungen der Unihockey-Mannschaft in der Turnhalle ab.

Das Lehrerkollegium hatte sich ein Besucherquiz ausgedacht. Wer während der einzelnen Vorführungen aufgepasst hatte, dem fiel es nicht schwer, die zwölf Fragen zu beantworten. Für die Sieger gab es kleine Preise.

Von Eckehard Schwarz

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