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Arendsee: Streitpunkt Weihnachtsbeleuchtung - Verband findet Diskussion sinnlos

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Von: Jens Heymann

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Weihnachtsbaum auf dem Arendseer Marktplatz
Beleuchtung ein Muss, Schnee ein Plus: Auch in diesem Jahr will die Einheitsgemeinde Arendsee die Weihnachtsbeleuchtung einschalten. Durch die Energieteuerungen ist dieser Brauch ins Gespräch gekommen. © Freier Mitarbeiter

Eine Frage, eine klare Antwort: Die Weihnachtsbeleuchtung wird von der Stadt Arendsee auch in diesem Jahr angestellt. Zumindest ist das der aktuelle Plan, der die richtige Dosis an Besinnlichkeit garantieren soll.

Arendsee – Stadtchef Norman Klebe lenkt den Blick außerdem nach Fleetmark, in den zweitgrößten Ort der Einheitsgemeinde. Dort sei über Sponsoring neue Weihnachtsbeleuchtung angeschafft worden; die bleibe nicht aus.

Mit dieser Meinung geht übrigens auch der Bundesverband der Weihnachtsbaum- und Schnittgrünerzeuger einher. Die Interessensvertretung sieht keinen Sinn in einem Verzicht auf festliche Beleuchtung – ganz im Gegensatz zur Deutschen Umwelthilfe. Es gebe in Deutschland nämlich keine Strom-, sondern eine Gasknappheit.

Die Diskussion über Weihnachtsbeleuchtung lenke zudem von den eigentlichen Problemen ab, heißt es weiter. Elektrische Heizlüfter seien wesentlich folgenreicher für das Stromnetz. Auch ein Backofen verbrauche mehr Energie – in zwei Stunden so viel wie eine LED-Lichterkette in zwei Monaten.

Immerhin einige Einschränkungen gibt auch der Bundesverband zu: Lichter machen eigentlich nur abends Sinn, und konventionelle Glühbirnen gehören ebenfalls ersetzt. Einen Vorteil könnten die Verfechter der Kerzentradition haben. Vorausgesetzt, es werden die notwendigen Sicherheitsmaßnahmen eingehalten.

Die Stadt Arendsee bereitet sich unterdessen auf eine mögliche Energiekrise vor – wie alle Gemeinden im Altmarkkreis. Verwaltung, Feuerwehrspitze und Stadtpolitik haben deswegen zusammengesessen und erarbeiten eine Leitlinie, wie die AZ erfuhr. Dabei sei nicht jedes öffentliche Gebäude etwa für die Versorgung durch ein Notstromaggregat ausgelegt, denn Letztere müssten richtig dimensioniert sein. Aus dem Rathaus wurde mitgeteilt, dass derzeit alle Infos zusammengestellt und dann bekannt gegeben werden.

In der Stadt und auf den Dörfern gab es zuletzt Diskussionen, welche Maßnahmen zur Krisenvorbereitung dazugehören. Die Rede war dabei von Diesel- und Benzinkontingenten, die gesichert werden müssen. Ferner ging es um ein oder mehrere Lager für den Treibstoff. In Sanne wurde jüngst eingeworfen, ob es nicht besser sei, stattdessen eine Tankstelle entsprechend auszurüsten.

Gemeindeübergreifend bereiten sich die Wasserverbände vor. Denn auf Trinkwasser kommt es neben Wärme ganz besonders an.

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