Angelika Muhabbek will Geräte in Fleetmark / Björn Hartmann sieht Pflegebedarf

Streit um neuen Spielplatz

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Das Fangnetz auf dem Lüger Spielplatz wurde wieder gerichtet. Für das Tor und den Basketballkorb mangelt es aber an Netzen. Ratsherr Björn Hartmann will zunächst regelmäßige Pflege, bevor etwas Neues gebaut wird.

Fleetmark. „Lass uns doch erst mal klären, wie die vorhandenen Spielplätze gepflegt werden. Dort gibt es einiges zu tun“, ist Björn Hartmann bei Neubauplänen für Fleetmark skeptisch.

Diese werden von Ortsbürgermeisterin Angelika Muhabbek kontinuierlich vor-angetrieben. Während der jüngsten Ortschaftsratssitzung brach ein Streit darüber aus. Björn Hartmann forderte die Ortschefin auf, vom PLan eines neuen Spielplatzes Abstand zu nehmen. Er verwies auf den Zustand der Lüger Anlage. Die AZ hatte vor einigen Monaten über erheblichen Reparaturbedarf berichtet, inzwischen wurde einiges davon umgesetzt. „Da muss erst der Zeitung Bescheid gegeben werden, damit etwas passiert“, ist der Lüger verärgert und fordert Investitionen. Zwar wurden die morschen Latten im Holzhäuschen erneuert und das große Torfangnetz wieder gerichtet, aber der Sandkasten wuchert weiter zu und die Tore sind in einem desolaten Zustand. Dies gilt auch für den Zaun.

Das Holzhäuschen wurde repariert.

Angelika Muhabbek wollte vom Ratsherr wissen, wie viele Kinder es eigentlich in Lüge gebe – um die zehn sollen es sein. Sie hielt dagegen: In Fleetmark gebe es mehr. In dem nach Arendsee zweitgrößten Ortsteil der Einheitsgemeinde existiert kein einziger öffentlicher Spielplatz. Dieser soll auf dem Sportgelände gegenüber der Grundschule entstehen. Björn Hartmann wies darau fhin, dass es dann an drei verschiedenen Orten in unmittelbarer Nähe Geräte gebe. Die vorhandenen Spielangebote der Grundschule sowie die neuen hinter der künftigen Kindertagesstätte stehen allerdings nicht dem gesamten Nachwuchs zur Verfügung. Sie werden ausschließlich von den jeweiligen Einrichtungen genutzt. Björn Hartmann kritisierte, dass nun direkt gegenüber ein neuer Platz entstehen soll. Dieser Bereich müssten dann auch regelmäßig gepflegt werden.

Der zunächst favorisierte Standort auf dem Lindenplatz wurde wieder verworfen, da dieser direkt an der Landesstraße grenzt. Kinder könnten auf diese laufen und überfahren werden. Zwischen Sportplatz und Grundschule befindet sich eine Spielstraße. Angelika Muhabbek will trotz der Kritik nicht locker lassen. Sie ließ bei der Sitzung durchblicken, das Ziel notfalls auch privat ohne Unterstützung des Ortschaftsrates umsetzen zu wollen. Nötig sei die Initiative von Einwohnern.

Von Christian Ziems

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