Ortsbürgermeister Reichardt wehrt sich gegen Vorwürfe

Streit um neue Gehwegplatten in Sanne

Der Eingang des Hauses Nr. 42 mit alten Gehwegplatten, die nach dem Wunsch des Ortsbürgermeisters erneuert werden sollen.
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Der Eingang des Hauses Nr. 42 mit alten Gehwegplatten, die nach dem Wunsch des Ortsbürgermeisters erneuert werden sollen.

Sanne – Die Baustelle „Im alten Rundling“ im Ortsteil Sanne geht voran. Die Hochborde sind gesetzt (wir berichteten), am 11. November sollen voraussichtlich die Schwarzdecke aufgebracht und der Gehweg gepflastert werden.

Die Nebenanlagen wie die Versickerungsflächen für das Regenwasser und die Grünflächen sind noch herzurichten, und die Grundstückszufahrten sind an das neue Straßenniveau anzupassen.

Ortsbürgermeister Jens Reichardt rät, diese Anpassung als Gelegenheit zu nutzen, um die über 30 Jahre alten Gehwegplatten in diesen Bereichen kostengünstig zu erneuern.

Während der 10. Sitzung des Ausschusses für Bau, Vergabe, Stadt- und Dorfentwicklung brachte er diesen Vorschlag vor. Vier der neun bestehenden Grundstückszufahrten könnten wegfallen, schätzt Reichardt ein. Damit die geplanten Kosten für die Zufahrten eingehalten werden können, will Reichardt deren Pflaster für die verbleibenden Zufahrten nutzen.

Damit war Bauamtsleiterin Monika Günther allerdings nicht einverstanden. Sie rechnete dem Ausschuss vor, dass die Wünsche des Ortsbürgermeisters auf Grund des erforderlichen neuen Unterbaus rund 12 000 Euro Mehrkosten bedeuten würden. Daher müssten die Grundstückseigentümer für eine gewünschte neue Pflasterung der Zufahrten selbst zahlen, so Günther. „Es geht jetzt darum, dass diese Arbeiten ordentlich erledigt werden. Ob überhaupt mit Mehrkosten zu rechnen ist, muss auf der nächsten Bauberatung besprochen werden“, entgegnete der Ortsbürgermeister.

Nun sorgte sein Vorschlag in der jüngsten Bauausschusssitzung für einen lautstarken Disput: Jens Reichardt beschwerte sich darüber, dass ihm Bürgermeister Norman Klebe und die Bauamtsleiterin eigenmächtige Auftragserteilung vorwerfen. Er hatte eine umstrittene E-Mail zu der Frage der Zufahrten an die bauausführende Firma, den Planer sowie das Bauamt versandt. Das hatte in der Verwaltung für Unverständnis gesorgt. Jens Reichardt widersprach dem Vorwurf entschieden: „Ich habe zu keinem Zeitpunkt ohne Absprache gehandelt und schon gar keine Aufträge erteilt“, stellte er klar.

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