K 1005 soll erst 2016 angefasst werden / Regenwasser bereitet Kopfzerbrechen

Straßenbau in Arendsee verschoben: Rademiner müssen warten

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Das Kopfsteinpflaster in Rademin ist nicht mehr zu retten, Reparaturen bringen kaum etwas. Der Kreis plant einen kompletten Ausbau. Allerdings erfolgt dieser erst im nächsten Jahr auf einer Länge von 125 Metern.

Arendsee. Eigentlich sollte ein Teil der Kreisstraße 1005 in diesem Jahr erneuert werden. Bereits während der jüngsten Rademiner Ortschaftssitzung zeigte sich, dass dies nicht so einfach ist.

Der Altmarkkreis, der den Ausbau bereits vor Monaten ankündigte, hat das Projekt verschoben. Dies geht aus einer aktuellen Liste mit den Projekten 2015 / 2016 hervor.

Darauf steht, dass in diesem Jahr nur geplant werden soll. Probleme bereitet die Frage, wohin das Regenwasser künftig fließen soll. Die Ideallösung wäre der Flötgraben, der das nasse Element aufnehmen könnte. Doch dafür fehlt das nötige Gefälle. Somit liegt es an den Planern, neue Lösungen zu erarbeiten. Dabei soll die komplette Straßenlänge innerhalb des Arendseer Ortsteil bedacht werden.

Der Ausbau erfolgt aber zunächst aus finanziellen Gründen nur in einem Teilbereich. Hauptaugenmerk liegt auf den Kurven im Bereich des Ortsausganges in Richtung Ladekath. Dort ist das alte Kopfsteinpflaster besonders holprig. Autos und Kraftfahrer werden durchgeschüttelt. Der Versuch, die Stoßdämpfer durch Reparaturen zu entlasten, schlug in den vergangenen Jahren fehl.

Die Experten sind sich einig: Die alten Steine müssen raus. Danach soll der Untergrund vernünftig befestigt werden. Als Fahrbahn ist eine Bitumenschicht, wie es sie bereits im Nachbardorf Ladekath gibt, vorgesehen. Wann genau der Ausbau 2016 beginnt, ist unklar. Auch die Frage, wie lange es dauert, bis die komplette Straße durch den Ort ausgebaut wird, blieb bislang unbeantwortet. Fest steht, dass die Rademiner seit Jahren auf Veränderungen warten. Der ehemalige Bürgermeister Lutz Schermer hatte immer wieder auf die Missstände der Kreisstraße hingewiesen. Die einst für Pferdefuhrwerke gebaute Fahrbahn genügt den heutigen Ansprüchen schon lange nicht mehr.

Von Christian Ziems

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