Ursache für den Feuerwehreinatz am Freitag war eine defekte Hauptleitung

Von der Straße in den Privatkeller

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Leidtragender des Wasserrohrbruchs am Markt war ein asiatisches Restaurant. Der Keller lief bis zur Decke voll, die Feuerwehr spricht von rund 200.000 Litern Wasser. Gebrochen war eine Trinkwasserhauptleitung.

Arendsee – Die Ursache für den Feuerwehreinsatz am Freitagabend in Arendsee war ein defekte Trinkwasserhauptleitung unterhalb der Straße am Markt.

„Es war nicht innerhalb des Gebäudes, sondern außerhalb ein Schaden entstanden“, erklärte Susanne Ahrens vom Wasserverband Stendal-Osterburg auf Nachfrage der AZ.

Warum der Keller des Restaurants daneben voll Wasser lief, habe daran gelegen, dass sich das Wasser genau diesen Weg gesucht habe, hieß es. Also Zufall.

Für die Betroffenen war es eine mittlere Katastrophe. Rund 200 Kubikmeter Wasser, das sind immerhin 200.000 Liter, mussten durch die Kameraden der Arendseer Ortswehr aus dem Keller gepumpt worden, machte Ortswehrleiter Robert Katke gestern deutlich. Doch wohin mit dem Wasser? Als einzige Möglichkeit boten sich die Straßeneinläufe an, die sich in unmittelbarer Nähe befinden. Was den Kameraden auffiel, waren die nicht gesäuberten Auffangbehälter in den Schächten. „Es war nicht so, dass wir nicht abfließen lassen konnten“, so Katke. Aber der Dreck müsse auch regelmäßig entfernt werden, um ihn nicht in die Kanalisation fließen zu lassen. Aber das sei nur ein Hinweis, so Katke. Und nicht ureigenste Angelegenheit der Wehr.

Der Schaden an der Hauptwasserleitung ist inzwischen behoben. Betroffen war eine alte Gussleitung. Generell, so Susanne Ahrens, können man nicht behaupten, dass solche Leitungen marode und altersmüde seien. „Das passiert nun einmal“, sagte sie. Dass es Privatleute so heftig traf, sei bedauerlich.

VON HARRY GÜSSEFELD

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