Mechaus Rat für Reparatur statt Abstufen

Straße nach Binde: Ländlicher Weg als Variante

Die Straße Mechau-Binde ist reparaturbedürftig. Es gibt zudem die Idee, die Strecke zum ländlichen Weg herabzustufen, doch dagegen regt sich Widerstand.
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Die Straße Mechau-Binde ist reparaturbedürftig. Es gibt zudem die Idee, die Strecke zum ländlichen Weg herabzustufen, doch dagegen regt sich Widerstand.

Mechau – Die Straße zwischen den Orten Mechau und Binde ist schmal, hat einige Löcher und zerfahrene Seitenbereiche. Gemessen an ihrer Größe wird viel über diese Strecke gesprochen – so auch wieder am Donnerstag während der Mechauer Ortschaftsratssitzung.

Die Mechauer erachten diese Straße als wichtig. Wahrscheinlich wichtiger als alle anderen. Ortsbürgermeister Hartmut Baier und sein Rat sehen die Idee aus Arendsee, die Ortsverbindung zum ländlichen Weg herabzustufen, skeptisch. Dann dürfte dort auch keiner mehr durchfahren, vermuteten die Mechauer misstrauisch. „Das können wir doch nicht machen“, meinte Baier.

Und rechnete vor: 15 Kinder würden täglich über diese Straße nach Mechau in die Kita gebracht. Müssten die Eltern den längeren Weg über die ausgebaute Verbindung Ritzleben-Mechau fahren, kämen da zwölf Kilometer pro Kind und Tag mehr heraus. Hunderte Kilometer extra, wie es weiter hieß.

Aus dem Arendseer Bauamt gebe es drei Rechnungen, mit der Fahrbahn umzugehen, zitierte der Mechauer Ortschef aus einem Schreiben. 5000 Euro koste eine notdürftige Reparatur, 176 000 Euro hingegen das Herrichten der Bankette und der Fahrbahndecke; rund eine Million Euro wiederum der grundhafte Ausbau.

Das Aufwerten der Trasse zur Gemeindestraße mit 5,50 Meter Breite (derzeit knapp vier Meter) wäre für die Gemeinde vermutlich unbezahlbar, das gestanden sich dann auch die Mechauer ein.

Dennoch: Einem möglichen Abstufen der Straße wollen sie nicht zustimmen, wohl aber einer Reparatur. Egal, wie lange diese dauert. Ausgemessen worden sei die Straße jedenfalls schon vor Jahren durch den Pretzierer Bauplaner Peter Winterhoff. Genauere Daten lägen also vor, so Hartmut Baier. VON JENS HEYMANN

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