Eine neue Chance für die Stadt

Strandgaststätte Arendsee steht wieder zum Verkauf

Die Strandgaststätte an der Lindenstraße.
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Die Strandgaststätte an der Lindenstraße. Im Fenster das Verkaufsschild.

Die Arendseer Strandgaststätte steht offenbar zum Verkauf. Das könnte die Chance für die Stadt sein, durch einen Kauf die Grundstücksquerelen der vergangenen Jahre zu beenden.

Arendsee (von Harry Güssefeld) – Es war vielleicht abzusehen, aber nun scheint es Wirklichkeit: Die Strandgaststätte in Arendsee steht erneut zum Verkauf. Jedenfalls weisen handgeschriebene Hinweise in einem Fenster der Immobilie und im Schaukasten am Eingang darauf hin. Auch wenn im Rathaus die Idee kein Gehör findet: Es besteht wieder einmal die Chance, über den Kauf der Immobilie durch die Stadt nachzudenken.

Die Gedanken der Befürworter dazu: keine Probleme mehr am Strand mit einem Fremdbetrieb auf dem Grundstück der Luftkurort-Arendsee-GmbH und damit auch wieder eine Nutzung der Strandbühne, weil das Grundstück davor auch wieder Stadteigentum wäre. Die Vorschläge wurden einst vom Stadtrat in der vorangegangenen Wahlperiode geäußert und ein Kauf mehrheitlich beschlossen. Bürgermeister Norman Klebe nahm dann sein Recht in Anspruch, Schaden von der Kommune abzuwenden – und brachte den Kauf zu Fall. Udo Matuscheck kaufte die Immobilie, und die GmbH hatte die Folgen zu tragen.

Einheitliches Handeln auf dem GmbH-Gelände gab es nie – gegenseitige Schuldzuweisungen machten die Runde, alle Jahre wieder. Als Udo Matuscheck die Bäume vor der Strandbühne fällen ließ, schauten die Arendseer nur zu. Alle meckerten, niemand protestierte öffentlich. Das war dann eben mal so.

Nun steht die Immobilie wieder zum Kauf. Anders als damals hat die Stadt aktuell Geld übrig, das sie laut Verwaltung in die Rücklage legen will. Man könnte dieses Geld auch nehmen, um endlich die leidvolle Geschichte am Strand zu beenden. Ein Grundstück, ein Besitzer, ein Betreiber, der tun und lassen kann, was er will. Bürgermeister Norman Klebe erklärte am Dienstag, er habe Kenntnis davon, dass die Strandgaststätte zum Verkauf steht. Doch sonderlich beeindruckt zeigte er sich nicht. Ob es seitens des Stadtrates einen erneuten Anlauf geben wird, die Immobilie zu kaufen, ist offen. Der Weg dazu wäre nun aber wieder frei.

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