Arendsees Strandbad-Schließung mit geteiltem Echo

Das Strandbad in Arendsee ist seit dem 7. September geschlossen.
+
Das Strandbad in Arendsee ist seit dem 7. September geschlossen.

Arendsee – Das Strandbad in Arendsee ist bereits seit dem 7. September geschlossen (wir berichteten). Grund war unter anderem der Abgang des Schwimmmeisters Danny Weber. Und ohne Schwimmmeister geht nichts.

Zu diesem Zeitpunkt herrschte aber auch unbeständiges Wetter, teilweise waren nur noch zehn Badegäste auf dem Gelände. Dass das Zwischenhoch Temperaturen von bis zu 30 Grad brachte, änderte an der Schließung aus besagtem Grund nichts. Die AZ hatte nach einem Gespräch mit der amtierenden GmbH-Chefin Sonja Nowak erfahren müssen, dass gar ein Spaziergang auf dem Gelände, wie in den vergangenen Jahren, nicht stattfinden könne. Aus Versicherungsgründen – denn passiere jemandem etwas, werde die GmbH dafür aufkommen müssen. Bezugnehmend auf entsprechende Erklärungen in der Fachliteratur machte Sonja Nowak klar, dass es mit ihr keine Öffnung der Anlagen mit Badebetrieb gebe. Sie zitierte: „Wer meint sich durch ein Schild ,Keine Haftung – Baden auf eigene Gefahr“ der Verantwortung zu entziehen zu können, irrt. Ein solches Schild ist haftungsrechtlich ohne Bedeutung“. Stadtrat Martin Retzlaff hatte sich jüngst mit der amtierenden GmbH-Chefin unterhalten. „Die Argumente sind nachvollziehbar. Es wird darüber zu reden sein, wie wir in Zukunft eine mögliche andere Lösung finden können“, sagte er der AZ. Er könne aber auch Leute verstehen, die Unverständnis über die Schließung äußern.

Zur Situation um die Seetribüne gibt es aktuell keine Aussagen. Es herrscht Stillschweigen. Der Zustand der Tribüne sei besorgniserregend, so Fachleute (wir berichteten). Spätestens im nächsten Jahr, zur Eröffnung des Bades, könnte das wieder ein Thema werden. (gü)

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare