Umstrittener AfD-Satz sei nicht gefallen

Stellungnahme zu Wahlvorfall im Arendseer Rathaus

Im Arendseer Rathaus befand sich eines der Wahllokale für die Abstimmung zum Bundestag.
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Im Arendseer Rathaus befand sich eines der Wahllokale für die Abstimmung zum Bundestag.
  • Jens Heymann
    VonJens Heymann
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Über den Vorfall während der Bundestagswahl im Arendseer Rathaus gibt es nun einen offiziellen Bericht - und eine andere Sichtweise.

Arendsee – Der am Sonntag während der Bundestagswahl gemeldete Vorfall aus dem Wahllokal im Arendseer Rathaus ist schriftlich an Kreiswahlleiter Bastian Sieler in Stendal weitergeleitet worden. Dies erklärte Arendsees Wahlverantwortlicher Michael Niederhausen auf Nachfrage der AZ. Er sei zu einer Stellungnahme aufgefordert worden, die er am Mittwoch abgegeben habe. Im offiziellen Bericht des Wahllokals stehe hingegen kein Vermerk, erfuhr die AZ weiter.

Rückblick: Stadtrat Martin Retzlaff (Linke) war am Sonntag gegen 12.30 Uhr im Rathaus erschienen, um selbst zu wählen. Dort will er gehört haben, wie ein Mitglied des Wahlteams einer Frau sagte, sie solle auf keinen Fall die AfD wählen. Retzlaff beschwerte sich nach eigener Angabe zunächst vor Ort darüber und später bei Kreiswahlleiter Sieler.

Michael Niederhausen sagte nun zur AZ, er habe einen anderen Kenntnisstand. Demnach hätten sich die beiden Betroffenen persönlich gekannt. Der Wählerin sei von außerhalb der Wahlkabine auf Nachfrage von einem Musterwahlzettel vorgelesen worden. Sie habe im Anschluss selbstständig ihre Kreuze gesetzt. Der von Martin Retzlaff beanstandete Satz über die AfD sei laut den anwesenden Wahlhelfern nicht gefallen. Michael Niederhausen merkte an, nicht selbst vor Ort gewesen zu sein.

Der Arendseer Wahlleiter hat eine Lehre aus der Sache bereits gezogen: Er wolle vor der nächsten Wahl die Helfer intensiver schulen.

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