Stadt weiß Bescheid

Ein Steg neigt sich zum See: Anlage in Zießau muss dringend saniert werden 

Die Plattform der Steganlage in Zießau. Der Segelclub Zießau hält sie als Nutzer in Schuss, wartet nun aber auf eine große Reparatur.
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Die Plattform der Steganlage in Zießau. Der Segelclub Zießau hält sie als Nutzer in Schuss, wartet nun aber auf eine große Reparatur.

Zießau – Die Anlegebrücke in Zießau gehört zu den Attraktionen am Arendsee. Sie ist nach den Anlagen im Strandbad die zweitgrößte ihrer Art. Sie wird gut frequentiert – auch wenn sie einst als Anlegestelle für die „Queen“ konzipiert und aufgebaut wurde.

Sie gehört der Stadt Arendsee, wird aber per Vertrag vom Segelclub Zießau genutzt, dessen Chef Jens Freimann ist.

Dass mit der Stirnseite der Brücke etwas nicht stimmt, haben Besucher schon lange bemerkt. Auch der AZ-Redakteur, der gern während der morgendlichen Radtour auf der Brücke verweilt, hatte jüngst ein Gespräch mit einem Wahl-Zießauer. Dieser wusste, dass die Pontons unter der Brücke voll Wasser gelaufen seien und das Wasser abgepumpt und die Pontons geschweißt werden müssen.

Da die Situation schon lange bemerkt worden war, hat sich die AZ deshalb gestern an Jens Freimann gewandt. „Ja, es ist so, dass die Brücke beschädigt ist, Wasser in die Pontons läuft und die Sache dringend einer Reparatur bedarf“, so Jens Freimann.

Seit März bemüht sich der Vereinsvorsitzende um eine diesbezügliche Reaktion aus der Stadtverwaltung. „Ja, inzwischen hat es meines Wissens nach einen Termin mit einem Stahlbauunternehmen aus Groß Garz gegeben“, erfuhr die AZ. Das Problem, so fuhr Freimann fort, bestehe darin, dass der Teil der Brücke irgendwie an Land gebracht werden müsse und das bei dem niedrigen Wasserstand derzeit nicht möglich sei. „Es muss aber bald eine Lösung her. Die Brücke wird unter diesen aktuellen Umständen nicht besser“, sagte Freimann.

Und erzählte der AZ, dass der Verein immer wieder Geld und Arbeitskraft in die Brücke gesteckt habe. Er erinnerte an die neue Beplankung des Steges, die an einigen Stellen schon wieder eine Nacharbeit erfordere. „Wir werden jetzt die große Reparatur abwarten und dann mit den Holzarbeiten an den Auslegern beginnen“, so der Vorsitzende weiter.

Jens Freimann hofft auf eine schnelle Lösung. Wenn das Wasser zu flach ist, müsse eine andere Lösung her. Er könne sich nicht vorstellen, dass noch viel länger gewartet wird – und die Anlage irgendwann gesperrt werden muss. Arendsee als Tourismusort müsse wenigstens die Anlagen erhalten, die sie habe. Wenn schon nichts Neues passiere, hieß es.

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