Zurückhaltend bis ablehnend

3-G statt 2-G: Arendseer Institutionen wollen ihre Konzepte weiter befolgen

Das Deckblatt des Impfbuchs
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Das Deckblatt des Impfbuchs: Das gelbe Dokument soll nach dem mehrheitlichen Willen der deutschen Politik noch wichtiger werden. Denn beim sogenannten 2-G-Modell erhalten nur noch Geimpfte und Genesene Zutritt.
  • Jens Heymann
    VonJens Heymann
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Das in Sachsen-Anhalt neu ermöglichte 2-G-Zugangsmodell wird von Arendseern noch zurückhaltend betrachtet bzw. ausgeschlossen. Zur Erinnerung: 2-G bedeutet, dass nur Genesene und vollständig Geimpfte an Veranstaltungen teilnehmen dürfen bzw. Zutritt zu Räumlichkeiten erhalten. Getestete (3-G-Modell) blieben demnach außen vor. Dafür gibt es keine Abstands-, Kapazitäts- und Mundschutzbestimmungen mehr.

Arendsee – Kirsten Hohmeyer, Geschäftsführerin des Kinder- und Jugenderholungszentrums (KiEZ), will auf absehbare Zeit an 3-G und bestehenden Hygienekonzepten festhalten. 2-G strebe sie nicht an, erklärte sie der AZ. Für Kinder und Jugendliche gelten derzeit ohnehin noch Sonderregelungen, die erst mit verstärkter Impfung wegfallen könnten.

„Das ist sehr kompliziert“, meint SV-Arendsee-Chef Martin Retzlaff auf die Frage, ob 2-G auf dem grünen Rasen künftig eine Option wäre. Das aktuelle Konzept funktioniere – „in meinen Augen reicht das“. Er könne zudem niemanden zwingen, sich impfen zu lassen. Möglicherweise würde ein 2-G-Modell auch den Spielbetrieb stören, deutet Retzlaff an. Nämlich wenn dadurch Spieler fehlen.

An 3-G wolle momentan auch der Klosterverein festhalten. Vorsitzender Uwe Walter schränkte allerdings ein, dass es innerhalb des Vereins noch kein Gespräch über 2-G gegeben habe.

Marko Wolf, Inhaber des „Wolfshotels“, hat sich Gedanken über das Modell ausschließlich mit Genesenen und Geimpften gemacht, wie er der AZ bestätigt. Er wolle jedoch keine „Zwei-Klassen-Gesellschaft“ unterstützen, macht er deutlich.

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