Die Anwohner wehren sich weiter

Stadt Arendsee wird Bushaltestelle von der Alten Poststraße nicht verlegen

Haltestelle
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Der Streit an der Alten Poststraße zwischen Anwohnern und der Stadt geht in die nächste Runde.

Er lässt nicht locker und mit ihm inzwischen fast alle Anwohner der Alten Poststraße zwischen Koloniestraßen-Kreisel und Feldstraße: Klaus Lühe hat im Sozialausschuss erneut die Verlegung der Bushaltestelle von der Alten Poststraße gefordert.

Arendsee - Die Begründung: Die Straße sei für Busse nicht befahrbar, die Fahrzeuge würden viel zu schwer für die Pflasterung sein, und die Straße sei zu schmal. Ungeachtet dessen, dass die Stadt Arendsee die inzwischen zweijährige Diskussion für beendet erklärte, wollen die Anwohner nun mit einem Brief an das Landesverwaltungsamt in Halle eine Verlegung der Bushaltestelle erzwingen.

Zur Erinnerung: Die Verwaltung hatte sich lange Zeit für eine Verlegung der Haltestelle ins Stadtgebiet ausgesprochen, auch der Bau- und Sozialausschuss hatten sich dazu bekannt. Verschiedene Möglichkeiten waren aufgezeigt worden. So eine Haltestelle an der Johanniskirche, an der Feldstraße oder sogar am Marktplatz. Hoffnung war bei Klaus Lühe und seinen Mitstreitern aufgekeimt. Doch dann wurde nichts daraus: Die Stadt könne die Verlegung der Bushaltestelle nicht vornehmen, weil das mit einer Rückzahlung von Fördermitteln für den Buswendekreisel verbunden wäre, so die Begründung.

Klaus Lühe dazu am Dienstagabend: Der Kreis hätte diese Fördermittel gar nicht zur Verfügung stellen dürfen, weil die Busse die Straße gar nicht benutzen dürften. Schon gar nicht im Begegnungsverkehr. Ordnungsamtsleiter Michael Niederhausen hatte am Dienstag erklärt, die Busunternehmen seien darauf hingewiesen worden, die Bankette nicht zu befahren. Das bedeute, dass die Fahrzeuge nicht aneinander vorbeifahren, sondern warten. „Wenn das nicht funktioniert, wird die Straße so schmal gestaltet, dass keine Busse mehr aneinander vorbeifahren können“, hieß es.

Doch das alles will Klaus Lühe nicht gelten lassen. Er entgegnete: „Wenn die Busse zu schwer für die Straße sind, müssen sie da weg.“ Und er erinnerte an frühere Aussagen in den Gremien, mit denen die Anwohner noch unterstützt wurden. „Wie kann es sein, dass Sie als Sozialausschuss Gesetzwidrigkeiten unterstützen und zulassen?“, schimpfte der Arendseer. Er verwies auf Vorschriften, die die Breite einer Straße vorgeben. Insbesondere für die innerstädtischen Straßen, auf denen Busgegenverkehr möglich sein soll. Und er verstehe nicht, warum Stadträte wie Uwe Walter erst erklärt haben, dass die Straße für einen Busverkehr nicht geeignet ist, nun aber alles nicht mehr wahr sein sollte.

Die Diskussion wurde beendet. Mit dem Hinweis des Hauptamtsleiters, dass sich inzwischen die Schulen und Eltern der Schüler für einen Verbleib der Bushaltestelle an der Alten Poststraße wegen der kurzen Wege aussprechen würden. Die Stadt, so hieß es, werde abwarten, was das Landesverwaltungsamt zum Thema zu sagen hat. Klaus Lühe sprach von 39 Unterschriften unter dem Papier, das schon auf dem Weg in die Saalestadt ist.

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