Ehrenamtliche wollen Kosten sparen und setzen auf die Hilfe der Stadt

Stadion: Optimismus beim SV

Der Arendseer Sportverein kümmert sich auch weiterhin um das Stadion. Doch der Kostendruck wächst. Darum soll im Haushalt der Einheitsgemeinde Geld für die Anlage eingestellt werden.
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Der Arendseer Sportverein kümmert sich auch weiterhin um das Stadion. Doch der Kostendruck wächst. Darum soll im Haushalt der Einheitsgemeinde Geld für die Anlage eingestellt werden.

Arendsee. Der Arendseer Sportverein (SV) versucht mit allen Kräften, das Stadion auch weiter zu erhalten. Die Mitglieder gaben sich bei der Jahreshauptversammlung optimistisch, obwohl die Probleme groß sind.

Denn bisher hatte sich das Kinder- und Jugenderholungszentrum um die Vermarktung gekümmert und dafür den Verein finanziell unterstützt. Doch dies ist vorbei, die Ehrenamtlichen müssen neue Wege suchen.

Alleine können sie die Kosten kaum stemmen. Knapp 9000 Euro sind pro Jahr für Gas, Wasser, Strom, Versicherungen, Beiträge, Gebühren und Markierungsfarbe nötig. Einnahmen bringen zum Beispiel Trainingslager anderer Vereine, die das Gelände mieten. Die Vermarktung des Stadions nimmt der Verein nun selbst in die Hand. Unterstützung hat unter anderem die städtische Luftkurort Arendsee GmbH angekündigt (AZ berichtete). „Im Haushalt 2013 der Stadt Arendsee sollen Mittel für den Sportplatz bereitgestellt werden“, informierte der SV-Vorsitzende Gerald Werner. Dies habe ein Gespräch mit Bürgermeister Norman Klebe und Bauamtsleiter Gert Reckling ergeben. Bislang hatte sich die Einheitsgemeinde aus finanziellen Gründen immer herausgehalten.

Doch der Sportverein hat nicht nur mit den laufenden Kosten zu kämpfen. In diesem Jahr muss außerdem die Beregnungsanlage repariert werden. Dies kostet laut ersten Schätzungen zwischen 3000 und 5000 Euro. Um die Ausgaben generell in Grenzen zu halten, soll gespart werden. So appellierte Gerald Werner an die Mitglieder, zum Beispiel die Flutlichtanlage nur dann anzuschalten, wenn es wirklich nötig ist. Positiv stimmt ihn die Entwicklung des Jugendbereichs. Fast 70 Kinder und Jugendliche sind derzeit aktiv – sie sollen auch weiterhin im Arendseer Stadion ihr sportliches Zuhause haben.

Von Maik Bock und Christian Ziems

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