Zuversicht nach Treffen

Staatssekretär spricht mit Klosterverein über Finanzhilfen

Kulturstaatssekretär Dr. Gunnar Schellenberger im Gespräch mit dem Klosterverein Arendsee in der Klosterkirche
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Kulturstaatssekretär Dr. Gunnar Schellenberger sprach am Montag mit der Spitze des Arendseer Klostervereins über Möglichkeiten, die Härten der Corona-Zeit zu überstehen. Carsten Borchert (CDU, l.) hatte ihn in die Seestadt geholt.
  • Jens Heymann
    vonJens Heymann
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Die Gemüter im Klosterverein Arendsee sind wieder etwas beruhigt und optimistisch für die mittelbare Zukunft. „Wir wissen, welche Wege wir gehen müssen“, sagte Vereinschef Uwe Walter am Montag nach dem Gespräch auf dem Klosterareal mit dem aus Magdeburg angereisten Kulturstaatssekretär Dr. Gunnar Schellenberger (CDU).

Arendsee – Im April hatte der Verein, dem durch die Corona-Pandemie die Einnahmen weggebrochen sind, ein Hilfegesuch unter anderem ans Kulturministerium des Landes geschickt – mit dem Angebot eines Treffens. Dieses hat es nun gegeben. Schellenberger versprach den Arendseern Hilfe, auch wenn es offenbar keine schnelle Lösung gibt.

Es müssten viele Bausteine genutzt werden, damit das Gebäude für die Zukunft hält, formulierte der Gast aus Magdeburg sinnbildlich. Er sprach von einem Programm zur Unterstützung von Kulturvereinen und einer entsprechenden Richtlinie. Dies benötige jedoch noch ein wenig Zeit und soll kein Schnellschuss werden. Der Klosterverein könne jedenfalls nicht sterben; dies wäre „für die Region eine Katastrophe“, erklärte der Staatssekretär.

Hilfe für die klammen Arendseer könnte es allerdings auch von anderer Stelle geben, hieß es. Bundeshilfen seien nicht auszuschließen; Geberrunden wie beispielsweise die von Lotto-Toto eine weitere Alternative.

Uwe Walter und den anderen Betroffenen des Klostervereins scheint das Gesagte gefallen zu haben. Er habe ihnen einen Fahrplan aufgezeigt, so Schellenberger. Nun muss der Verein seinen Teil der Arbeit erledigen. So soll er seine Kosten bzw. seine Einnahmeausfälle durch Corona zusammenstellen.

Der Betrieb lasse sich noch bis Ende August mit den angesparten Mitteln weiterführen, wiederholte Walter die Dringlichkeit des Handelns. Er betonte außerdem, dass das Klostergelände das kulturelle Zentrum Arendsees sei.

Der Verein hat 62 Mitglieder. Eine Person wird hauptamtlich beschäftigt, eine weitere über das Landesprogramm „Gesellschaftliche Teilhabe – Jobperspektive 58+“. Dazu kommt ein Bundesfreiwilligendienst. Das Heimatmuseum besuchen jährlich mehr als 1000 Menschen. Dazu kommen die Theaterwoche, Lesefrühstücke, Dinner und Ausstellungen. Die bereits aufgehängten Exponate von Künstler Karsten Thiede schaute sich Gunnar Schellenberger an.

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