SV Arendsee sucht mit der Stadt nach Lösungen

Sportplatz eine Nummer zu groß?

Arendsee. Das Bewirtschaften des Sportplatzes in Arendsee ist Gegenstand von Gesprächen, die der SV Arendsee und die Stadt unter anderem mit dem Kinder- und Jugenderholungszentrum führen.

„Hintergrund ist, dass Wege gesucht werden müssen, damit die Spielstätte auch weiterhin in guter Qualität genutzt werden kann“, so Bürgermeister Norman Klebe gestern auf Nachfrage der Altmark-Zeitung. Der SV Arendsee als alleiniger Nutzer der Anlage ist überfordert, heißt es in Arendsee. Die Kosten übersteigen die Einnahmen, so dass die Bewirtschaftung auf solide finanzielle Füße gestellt werden soll, zumal die Stadt als Besitzer der Anlage nur geringste Mittel zur Verfügung hat. Im Haushaltsplanentwurf 2011 sind 2300 Euro inklusive der Mittel als Beteiligung an den Bürgerarbeitern eingestellt. Auch wenn die Zahl zeigt, dass sich die Stadt nicht ganz aus der Verantwortung zieht – es ist nur ein Tropfen auf den heißen Stein.

Ob es nun zu einer kompletten Pachtung der modernen Anlage am Harper Weg durch das KiEZ kommt, ist völlig offen, so Norman Klebe. Er betonte, dass es sich um Sondierungsgespräche handele, bei denen nach Wegen gesucht werden soll.

Der Sportplatz am Harper Weg war nach ihrer Übergabe immer wieder in die Schlagzeilen geraten. Auch deshalb, weil die mit Fördermitteln gebaute Anlage nur vom SV genutzt wurde, obwohl die Fördermittelrichtlinien aussagten, dass die Anlagen auch von der Öffentlichkeit genutzt werden. Das war Voraussetzung für die Bewilligung der Mittel. Doch gehalten hatte sich niemand daran. Per Vertrag zwischen Stadt und SV Arendsee wurde die Verantwortung für die Anlage in die Hände des SV gelegt. Dieser legte ihn so aus, dass er allein Nutzer ist. Gab es Anfragen von anderen Vereinen und Gruppen, wurde seitens der Vereinsführung erklärt, man habe die alleinige Verantwortung. Das Tor blieb meist zu.

Der SV ist mit dem Platz überfordert. Wie es weitergeht, ist ebenso ungeklärt wie die Tatsache, ob die Plätze in Zukunft auch dem Tourismus dienen. So wie es einst vor dem Bau proklamiert wurde, um an die Fördermittel zu kommen.

Von Harry Güssefeld

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