Luftkurort-GmbH kämpft mit dem Minus und vielen auch nervigen Ratschlägen

Mit der Sommersonne gegen das Defizit

An der Ziemendorfer Straße auf dem Campingplatz schraubte gestern GmbH-Mitarbeiter Karsten Döpelheuer ein neues Hinweisschild an.
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An der Ziemendorfer Straße auf dem Campingplatz schraubte gestern GmbH-Mitarbeiter Karsten Döpelheuer ein neues Hinweisschild an.

Arendsee. Der Prüfbericht für die Luftkurort-Arendsee-GmbH für das Jahr 2011 liegt vor. Darin wird ein Defizit der 100-prozentigen Stadttochter von insgesamt rund 63 000 Euro bescheinigt.

Größter Posten, der diesen Fehlbetrag ausgelöst hat, ist der neue Motor für die „Queen“-Arendsee mit rund 15 000 Euro. Die Altmark-Zeitung wollte vom Geschäftsführer Michael Meyer weitere Details des Berichtes wissen – dieser verwies aber auf die Ausschusssitzung am Dienstagabend im Rathaus. Dort, so der GmbH-Chef, werden die Prüfer vor Ort sein, um detaillierte Erläuterungen zu geben.

Wie die AZ erfuhr, wird die GmbH unter gegebenen Bedingungen auch in Zukunft nicht derart aufgelegt sein, um eigenständig zu wirtschaften, geschweige denn investieren zu können. Doch diese Investitionen seien aber lebensnotwendig, um den Betrieb auf Jahre hinaus aufrechtzuerhalten. Zu der aktuellen Situation befragt, erklärte Meyer, er sei gespannt auf die Diskussionsrunde um die Aufwertung des Campingplatzes. Das wird immer mehr von Stadträten gefordert. Auch in der Vergangenheit war von einem fehlenden Konzept die Rede. „Es sollen neue Wege gefunden werden, um mehr Einnahmen zu erzielen. Im Gespräch waren eigene Flächen auf dem Campingplatz, auf denen neu errichtete Bungalows durch unsere GmbH vermietet werden sollen“, erklärte Meyer. Doch ein solches Haus koste rund 20 000 Euro, aktuell durch die GmbH nicht realisierbar.

Auch die Idee, im Bereich des hinteren Strandbades einen Luxus-Caravan-Campingplatz entstehen zu lassen, könne ohne einen Investor nicht Realität werden. Zudem müsse geprüft werden, ob das Gelände mit FKK-Bereich, Spielplatz mit Piraten-Fort und dem Anwesen der Drachensportler überhaupt in Einklang gebracht werden könne, meinte Meyer. Er sei aber für alle Ideen offen, wenn sie finanzierbar sind. „Es hört sich zwar zu einfach an, aber was wir brauchen, ist ein toller Sommer. Dann könnten wir, wie vielleicht schon 2012 geschehen, das Defizit gegen Null fahren“, erklärte Meyer weiter.

Inzwischen gehen die Saison-Vorbereitungen auf dem Campingplatz weiter. Karsten Döpelheuer schraubte bereits neue Schilder an – zur besseren Orientierung insbesondere für die Kinder, aber auch für den Rettungsdienst.

Von Harry Güssefeld

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