Neuer Park in alter Kiesgrube / Module nicht höher als vier Meter

Solarenergie soll künftig aus Lohne fließen

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Dieser Auszug des Plans zeigt den Standort. In der Mitte befindet sich geschützte Wasserfläche.

Lohne. Auf einem 13,5 Hektar großen Grundstück soll Solarenergie erzeugt werden. Nach einer Infoveranstaltung im April 2017 geht es nun weiter. Ein vorhabenbezogener Bebauungsplan für die einstige Lohner Kiesgrube soll aufgestellt werden.

Einwohner und weitere Interessierte gilt es laut Gesetz zu beteiligen und zu informieren.

Laut dem aktuellen Stand sollen die baulichen Anlagen, zu denen die Solarmodule zählen, eine Höhe von maximal vier Metern haben. Das Gelände der Photovoltaik-Freiflächenanlage muss mit einem zwei Meter hohen Stabgitter- oder Maschendrahtzaun abgegrenzt werden. Die Wirtschaftswege gilt es, nicht zu versiegeln. Stattdessen soll Schotter eingesetzt werden.

Auf dem Gelände der einstigen Kiesgrube Lohne soll ein Solarpark entstehen. Die Bevölkerung wird an den Plänen beteiligt. So tagt der Bauausschuss am 30. Januar öffentlich zu diesem Thema.

Informationen 

1. Ein bereits vorhandener Plan kann eingesehen werden. Er ist unter www.stadt-arendsee.de zu finden. 

2. Der Arendseer Bauausschuss beschäftigt sich mit dem Solarpark am Dienstag, 30. Januar, ab 19 Uhr öffentlich im Rathaus. 

3. Interessierte können sich auch direkt in der Verwaltung informieren.

Wirtschaftliche Zahlen sind im jetzigen Plan bislang nicht vermerkt. Bei der Infoveranstaltung im vergangenen Jahr hieß es, dass die Anlage aus rund 30.000 Modulen entstehen und eine jährliche Leistung von etwa zehn Millionen Kilowattstunden erzeugen soll. Damals gab es von den Anwohnern den Hinweis, nicht nur einen Zaun zu ziehen, sondern das Grundstück auch mit Pflanzen zu begrünen. Damit gäbe es einen Sicht- und Windschutz. Auf das Thema Begrünen wird im aktuellen Plan nur kurz eingegangen. Auf der Karte ist eine Grünfläche, die als privat deklariert ist, eingezeichnet.

In der Mitte der einstigen Kieskuhle befindet sich ein besonderer Naturschutzraum in Form einer Wasserfläche. Diese soll erhalten bleiben. Den Anwohnern wurde Ende 2018 als Betriebsbeginn genannt. Zuvor müssen die Module nach Lohne gebracht werden. Die eigentliche Bauphase würde vier bis fünf Wochen dauern. Der mit der Sonnenenergie produzierte Strom soll dann vom Arendseer Ortsteil über das Umspannwerk in Güssefeld (Kalbe) ins große Netz gespeist werden.

Von Christian Ziems

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