Selbst Rettungswagen ignorieren Baustelle

„Sie ignorieren alles“: Leppins Ortsbürgermeisterin sauer auf Autofahrer

Ein Rettungswagen.

gü Arendsee / Leppin. „Stellen Sie sich vor: Nicht nur normale Autofahrer ignorieren die Baustelle in Leppin, nein, es sind sogar Rettungsfahrzeuge, die in die Baustelle einfahren und mit Blaulicht rückwärtsfahren müssen, weil sie nicht weiterkommen“, teilte Renate Benecke, Ortsbürgermeisterin in Leppin, am Dienstag vor dem Sicherheitsausschuss des Stadtrates mit.

Sie hätte nicht als Kranke in dem Auto liegen wollen, so lange habe das Herausfahren gedauert.

Dass auch Leppiner von der Polizei abgestraft worden waren, das verheimlichte sie nicht. Denn die Beamten machten sich nicht nur auf die Suche nach Verkehrssündern, die die Baustelle missachteten, sondern auch auf die Suche nach Einwohnern, die Verkehrsregeln missachteten. „Da waren die Einwohner auch schon wieder verärgert“, erzählt die Leppinerin weiter.

Die Einwohner des Dorfes an der B 190 sehnen sich schon den Tag herbei, an dem die Bauarbeiten beendet sein sollen. Offiziell ist es der 14. September, doch es sei bekannt, dass es bis Ende September dauern könnte, so Renate Benecke weiter. Generell hatte sie im Vorfeld die Baumaßnahmen begrüßt und bei der Einwohnerversammlung vor Beginn der Arbeiten erklärt, dass „man froh sei, dass trotz der geplanten Umgehung noch etwas passiert.“ Doch der Verantwortliche der Landesstraßenbaubehörde hatte erklärt, dass „die Baumaßnahme in Leppin in keinster Weise im Zusammenhang mit der Umgehung zu sehen ist“. Ob diese kommt, wird bezweifelt. Es fehlt auch weiterhin ein Radweg von Leppin in Richtung Seehausen.

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