In vier Tagen entstand eine geschlossene Eisdecke / Winter hält sich weiter

Sensation am Morgen: See komplett zugefroren

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So weit das Auge blickt: Gestern war der See komplett mit einer Eisdecke versehen, die mit Schnee bedeckt war. Die Nachttemperaturen der vergangenen Tage hatten es möglich gemacht.

Arendsee. „Der See ist zu. “ Auf Arendsees Straßen war das gestern Morgen das Thema. Und tatsächlich: Dem Betrachter bot sich eine geschlossene Eisdecke vom Schramper Eck bis hin zum Strandbad.

Natürlich trägt das Eis noch keine Lasten, aber allein die Tatsache, dass der See an einem 14. März zugefroren ist, ist für Arendsee schon eine kleine Sensation. Der Winter, der seit wenigen Tagen mit Tiefsttemperaturen von bis zu 15 Grad Minus zurückgekehrt war, machte das möglich. Das Wasser war als Voraussetzung dafür abgekühlt, so dass der Frost bei Windstille keine Probleme hatte, den See mit dem Eisdeckel zu versehen. Auch wenn noch wenige „Gänselöcher“ vorhanden sind – der See gilt in Arendseer Fachkreisen als komplett zu.

Eckehard Schwarz, Chronist in der Stadt Arendsee, hat zum Thema Winter einmal in seinen Büchern nachgesehen. Selten war darin ein zugefrorener See vermerkt, meistens bot sich dieser Anblick in den Monaten Januar und Februar. Nach dem Arendseer Wochenblatt zu urteilen waren Februar-Temperaturen um minus 21 Grad nicht selten, Märztemperaturen wie derzeit aber um minus 15 Grad schon. Interessant: Um das Jahr 1930 wurde mit großen Zeitungsanzeigen und Plakaten für Eisfeste auf dem Arendsee geworben. Selbst das damals mehr auf Urlauber ausgerichtete Stahlhelmheim (später Waldheim) warb mit seiner Eisbahn, die über den gesamten See nach Zießau eingerichtet war. Eisfeste gibt es derzeit aus versicherungstechnischen Gründen nicht.

Gestern wurde eine Lufttemperatur von einem Grad gemessen. Ob die Eisdecke in den kommenden Tagen geschlossen bleibt, wird abhängig von den Nachttemperaturen und den Windverhältnissen sein. Nachts sind minus 8 Grad angekündigt. Die „Queen“ soll Montag ins Wasser – das sei aber auch bei dünnem Eis gefährdet, so Kapitän Walter Bursy.

Von Harry Güssefeld

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