Bauarbeiten schreiten voran

Seminarhof in Vissum soll Marktlücke schließen: Ein Ort für zwei Zielgruppen

+
Der Seminarraum wird von Licht durchflutet. Auch Empfänge könnte es dort später einmal geben. 

Vissum – Was derzeit eine große Baustelle ist, soll bald ein ökologisches Schmuckstück werden. Gemeint ist der Seminarhof in Vissum. Unternehmer Christian Laase aus Berlin hofft, sein Mammutprojekt am Ortsausgang Richtung Ritzleben im Sommer 2020 eröffnen zu können.

Gestern führte er die AZ durch die Rohbauten. Vorbei am alten Schweinestall, der in ähnlicher Form wiederaufgebaut werden soll, hin zum Empfangsbereich, der später einmal eine ganze Reihe von Wellnessmöglichkeiten beherbergt.

Schräg gegenüber steht das Seminargebäude, und die noch unbebauten Wiesen hinten sind als Standort von Massivholzhäusern und Jurten eingeplant.

Unten der Ruheraum, oben Platz für Yoga. Im Gebäude ist vor allem Wellness geplant.

Aber warum investiert jemand, der parallel in der Hauptstadt im Brauerei- und Gastrogewerbe expandiert, in die eher ruhige Altmark? „In Unternehmen ist es immer wieder Thema: Wohin reisen für Seminare oder Workshops?“, erklärt Christian Laase. Entsprechende Häuser strahlten oft „erweitertes Jugendherbergeflair“ aus. Große Hotelanlagen böten nicht genug Privatsphäre.

Also schafft sich der Berliner seinen eigenen Mittelweg in Vissum. Nicht nur Firmenangehörige können dort Ökologie und Nachhaltigkeit erleben, sondern auch Touristen.

Der Ort selbst sei eher zufällig gefunden worden; 18 Monate habe er zuvor erfolglos um Berlin herum in Brandenburg gesucht, sagt Christian Laase. Doch den richtigen Ort fand er mit der ehemaligen Hofstelle Nr. 14 in Vissum; beim Beschreiten eines Weges zwischen Bäumen sei die Entscheidung für den Ort gefallen, meint er.

Die Abgeschiedenheit der Region sieht der Berliner nicht als Nachteil. Schon die Fahrt hierher entspanne.

VON JENS HEYMANN

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare