Berliner Investor plant Ausbau des Grundstücks Nummer 14 zu einem Öko-Hof

Seminar im Grünen: Manager-Schule in Vissum

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Planer Cornelius Neuhaus stellte am Dienstag das Vorhaben „Ökologischer Seminarhof Vissum“ vor. Erste Absprachen mit der Stadt und dem Altmarkkreis waren vorausgegangen. Die Vissumer Einrichtung soll sich in das Dorfbild einfügen.

Arendsee / Vissum. Geht es nach Investor Christian Laase aus Berlin, könnte der Bau des Wohn- und Seminarhofes in Vissum schon beginnen. Doch langsam: Am Dienstagabend wurde der Bauausschuss erstmals über das Vorhaben informiert.

Demnach soll auf dem Grundstück Vissum Nummer 14 auf vier Hektar ein ökologischer Seminarhof entstehen. Ein Ort, an dem sich Manager weiterbilden können. Vertreter des gehobenen Managements, wie Christian Laase im Gespräch mit der AZ erklärte. Für 30 Teilnehmer, die während ihres Aufenthaltes auf dem Gelände auch wohnen können. Bis zu 50, inklusive Tagesgäste, kann der Seminarhof später beherbergen.

Das Haupthaus des Grundstücks wird auch gleichzeitig das Wohnhaus des Betreibers. „Ich werde meinen Wohnsitz von Berlin nach Vissum verlegen“, erklärte Laase, der auch gebürtiger Hauptstädter ist. Bislang übt er seine Tätigkeit als Gesellschafter in einem Brauerei-Unternehmen aus. Daran wolle er auch festhalten, wie er betont. Gleichzeitig erklärte er, wenn der Wunsch bestehe, werde das Bier mit dem Namen „brlo“ in der Altmark Einzug halten.

Aber zunächst soll das Projekt in Vissum umgesetzt werden. Die Anlage ist denkmalgeschützt, die Grün- und Waldflächen werden als Park gestaltet. Ein Fitness- und Wellnessbereich soll ebenso entstehen wie eine gastronomische Einrichtung.

Besonders im Blick des Altmarkkreises: die Tierwelt in dem Bereich. Es geht besonders um den Vegetations-, Vogel- und Fledermausbestand.

Da im Bereich Vissum kein Flächennutzungsplan besteht und dieser aus finanziellen Gründen von der Stadt auch nicht kurzfristig erstellt werden kann, muss ein Bebauungsplan vorliegen.

Die Mitglieder des Bauausschusses hatten am Dienstag keine Probleme mit dem Vorhaben. Denn alle Kosten, so hieß es, werden vom Vorhabenträger übernommen. In der Begründung des Vorhabens wird die Außenwirkung einer derartigen Anlage positiv beschrieben: Die Manager, Führungskräfte aus ganz Deutschland, kommen nach Arendsee.

Das Vorhaben soll noch 2017 umgesetzt werden. Es sei sicher, so der Investor, dass das Vorhaben die dörfliche Struktur der Ortschaft Vissum aufgreift. Am heutigen Donnerstag wird das Vorhaben im Ortschaftsrat Vissum vorgestellt. Ortsbürgermeister Uwe Hundt hatte sich bereits im Vorfeld positiv zu dem Vorhaben des Berliners geäußert.

Von Harry Güssefeld

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