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Das Licht bleibt an! Ortschaftsrat will Beleuchtung in Höwisch beibehalten

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Von: Detlef Güssefeld

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Mehrere Menschen stehen an einem Verkaufswagen in einer Schlange und warten auf ihre Bedienung.
Wenn donnerstags der Eiswagen kommt, dann herrscht Leben am Spielplatz in Höwisch. Auch eine Sitzung des Ortschaftsrates wird dann kurz unterbrochen – und das auch künftig beleuchtet. Denn der Ortschaftsrat sprach sich dafür aus, das Licht im Ort nicht auszuschalten. © Harry Güssefeld

Die Straßenlampen im Arendseer Ortsteil Höwisch sollen auch in Zukunft leuchten. Die Kosten für den jährlichen Betrieb der Beleuchtung belaufen sich auf rund 1500 Euro, hieß es während der jüngsten Ortschaftsratssitzung im Gemeindehaus.

Höwisch – Sollen die Lampen nachts ausgeschaltet werden? Nein, auf das Nachtlicht will man in Höwisch noch nicht freiwillig verzichten. Licht sei etwas Wichtiges, für Menschen die spät ankommen oder früh abfahren, oder die Nachtschwärmer. Überlegt wird aber dennoch, vielleicht doch etwas einzusparen. Und so will man die wenigen Lampen am Weg nach Leppin mit LED ausstatten. Das solle zumindest geprüft werden, kündigte Ortsbürgermeister Frank Schumann an. Energie sparen im Dorfgemeinschaftshaus wolle man auch überdenken. Gibt es keine Nutzung, wird die Heizung abgestellt. Damit war an diesem Abend das Energieproblem abgehakt. Das Integrierte gemeindliche Entwicklungskonzept (IGEK) soll in Arendsee endlich auf den Weg gebracht werden. Dass bei einer Beratung in Mechau von acht eingeladenen Ortsteilen nur Vertreter von Ziemendorf und Höwisch anwesend waren, ist für Frank Schumann schon etwas problematisch. Die Dinge, die über Höwisch bislang ins Feld geführt wurden, sehen nicht unbedingt positiv aus. Höwisch habe ein hohes Durchschnittsalter von 60 Jahren, wenige Menschen zwischen 20 und 30 und ebenso wenige Männer und Frauen zwischen 30 und 50 Jahren. Die Zukunft des Ortes sei schwierig, weil die Gehöfte, in denen die Bewohner versterben, oft nur als Zweitwohnsitze der Erben genutzt werden. Es gebe auch Leerstand, heißt es.

Die Wünsche und Erwartungen der Bürger sollen in das IGEK ebenfalls einfließen. Doch großes Interesse daran scheint es nicht nur in Höwisch nicht zu geben. Mit diesem Thema habe sich schon einmal der Zukunftkompass befasst, erwähnte Ratsfrau Bettina Lenhardt. Und da sei die Mitarbeit auch nicht besonders groß gewesen. Frank Schumann will aber dennoch an weiteren Terminen, die sich mit dem IGEK befassen, teilnehmen. Dass in Höwisch keine Menschen auf der Straße zu sehen sind, das stimme so nicht, erklärten zumeist Frauen dem AZ-Reporter. Es war ein Donnerstag, als der Ortschaftsrat tagte. Und an den Donnerstagen kommt der Eiswagen. Die Frauen und wenigen Männer, die auf dem Spielplatz warteten, hatten ein kleines Lagerfeuer angezündet und Glühwein vorbereitet. So sei es jeden Donnerstag. Und als der Eiswagen auftauchte und sich die Klappe öffnete, gab es auch einen Hinweis an die Ortschäftsräte. Die Sitzung wurde offiziell für wenige Minuten unterbrochen – einige der Räte nutzten die Möglichkeit, am Eiswagen etwas Süßes zu bekommen. Die nächste Ortschaftsratssitzung, sollte nichts Außergewöhnliches passieren, wird es erst wieder im Januar geben. Aber „Fröhliche Weihnachten“ wünschte man sich in Höwisch dann doch noch nicht.

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