Heidemarie Freiberg wünscht sich wieder Bewohner auf der Turnhalle

Sehnsucht nach dem Storch

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Heidemarie Freiberg aus Arendsee kann aus ihrem Küchenfenster das Storchennest auf der Töbelmann-Halle sehen. Traurig ist sie, weil wegen des Zustands des Nests kein Storchenpaar in Arendsee Station macht. 

Arendsee. Heidemarie Freiberg wohnt in der Schulstraße 4 in Arendsee und hat von ihrer Küche einen tollen Blick auf das Storchennest, das auf dem Dach der Töbelmann-Halle thront. Doch die Freude war bereits 2017 getrübt.

„Der erste Storch kam im April, der zweite wenige Tage später. Sie wollten es sich gemütlich machen, aber das ging nicht. Das Nest war zugekrautet und dreckig“, sagt die Arendseerin. Vor allem Krähen und Tauben landeten immer wieder auf der kleinen, grünen Oase, bis es den Störchen zu bunt wurde und beide der Stadt den Rücken kehrten.

Das Nest mit dem Teleobjektiv eingefangen: Deutlich sichtbar ist das Unkraut, mit dem das Zuhause der Störche verdreckt ist.

Das letzte Mal gab es 2016 Nachwuchs in dem Nest auf der Turnhalle. Heidemarie Freiberg erinnert sich: Es waren drei Junge, eines war aus dem Nest gefallen. „Die Störche sind einfach wichtig für Arendsee“, findet die Naturfreundin. Und damit es wieder ein Storchenpaar und Junge gibt, muss aber das Nest gesäubert werden.

Doch wer soll das tun? Die erste Idee: die Feuerwehr. Die AZ fragte gestern bei Ortswehrleiter Robert Katke nach. Doch der Feuerwehrmann sieht keine Möglichkeit – die Leitern lassen das nicht zu, und eine große Drehleiter hat die Wehr noch nicht. „Wir hätten sicherlich einen Weg gefunden“, meinte Katke. Auch er sei immer wieder angesprochen worden, doch etwas zu unternehmen.

Wer kann es nun tun? Ein Hubsteiger sei dringend nötig, um an das Nest zu gelangen. Für Heidemarie Freiberg persönlich wäre es eine große Freude, aber die Arendseerin erklärte gestern auch, dass es das einzige Storchennest im Ort sei. „Es müsste doch möglich sein, dass es klappt“, hoffte sie gestern.

Von Harry Güssefeld

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