Luftkurort-Arendsee-GmbH will wieder einen „Schnaufenden Gustaf“ / Sportzentrum im Strand?

Sehnsucht nach schnuffiger Lok

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Die kleinen Loks mit den zwei bis drei Anhängern sind die Hingucker in den Touristenzentren. Ob an der Ostsee oder wie auf dem Foto in lle Rousse auf Korsika befördern sie Gäste, die sich entweder gern fahren lassen oder auch schlecht zu Fuß sind. Die Luftkurort-Arendsee-GmbH will ein solches Gefährt einsetzen.

Arendsee. Touristenzentren in ganz Europa haben sie als Attraktion: die kleine Lok mit einigen Wagen, die Gäste befördern. Arendsee hatte auch viele Jahre, bis 2006, den „Schnaufenden Gustaf“, der privat von Familie Baum betrieben wurde.

Irgendwann war Schluss, die Wirtschaftlichkeit war nicht gegeben, außerdem hatte die Lok einige „Herzprobleme“, wie es damals hieß. Nun soll es die kleine Lok wieder geben. Das erklärte Michael Meyer, Chef der Luftkurort-Arendsee-GmbH, gestern am Rande eines Pressegespräches. Der originale „Schnaufende Gustaf“ wird nicht mehr fahren, weil das Gespann nach Schweden exportiert wurde und dort nach einer umfangreichen Sanierung wieder Touristen befördert. „Wir haben Bedarf“, so Meyer, der das Gespann unter Regie der GmbH installieren möchte. Die Bahn, so zeigen es Erfahrungen, sei überall, wo sie eingesetzt wird, der Hingucker. „Wir dürfen uns nicht davon abhalten lassen, nur weil es einmal nicht weiterging, es noch einmal zu probieren“, erklärte Meyer. Die Bahn könne vor allem als Pendelfahrzeug zwischen Parkplätzen und Festwiesen, als Fahrzeug um den See oder auch als Mietfahrzeug fungieren.

Meyer hat gestern weitere Ideen für die Gestaltung des Strandbades erläutert. So könne er sich vorstellen, im hinteren Bereich des Strandbades ein Sportzentrum einzurichten. „Wir denken da an eine Surfschule, eine Anlage für Wasserski und Tauchlehrgänge“, stellte Meyer vor. Die Angebote sollten natürlich vergeben werden. Dazu könnte der Bereich des Bades vom normalen Strandbereich getrennt und öffentlich zugänglich gemacht werden. Integriert werden soll auch der Drachenbootclub, der seine Aktionen im Rahmen des Sportzentrums anbieten kann. Auf die Frage, wohin man mit den FKK-lern wolle, die sich schon seit langem verdrängt fühlen, konnte Meyer keine abschließende Idee äußern. „Ja sicher, irgendwo müssen Abstrich gemacht werden“, meinte der GmbH-Chef.

Diese Badgestaltung ist nur ein Vorschlag – ein Campingplatz direkt am See die andere. Meyer erwartet konkrete Hinweise während einer Begehung in der kommenden Woche.

Von Harry Güssefeld

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