Kaspar Bär lebte fünf Jahre in Harpe / Pferdefreund liebt die Ruhe und die Einsamkeit der Region

Sehnsucht nach der Altmark: Ein Schweizer möchte zurück

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Kaspar Bär während seines jüngsten Besuches in Ziemendorf mit einem Island-Pferd auf dem Hof der Familie Baltruschat. Der Schweizer hat Sehnsucht nach der Altmark.

Harpe / Ziemendorf. „Ich habe damals übereilt gehandelt. Heute hätte ich mich gefreut, das kleine Haus in Harpe noch zu besitzen“, erklärte Kaspar Bär aus der Schweiz gestern am Telefon. Von 2004 bis 2009 hatte er ein Haus am Wald bewohnt.

„Ich liebe die Ruhe und diese Unberührtheit. Die Menschen in Harpe sind zwar sehr verschieden, aber liebenswert. Ich denke gern an die Zeit zurück“, so der einstige Einwohner des kleinen Dorfes. Als er vor einiger Zeit die Familie Baltruschat in Ziemendorf besuchte, erzählte der einstige Harper auch davon, dass er 1984 für die Schweiz bei der Olympiade in Spanien antreten sollte. Mit seinem Pferd im Dressurreiten. „Ich wollte aber nicht. Ich mag diesen Trubel nicht, und ich glaube, mein Pferd auch nicht“, sagt der heute 64-Jährige.

Die Liebe zu Pferden kommt nicht von ungefähr. Kaspar Bär arbeitete einst unter anderem als Bereiter in der „Eidgenössischen Militärpferdeanstalt“ in Bern. Bis 1975 gab es im Land noch 3600 berittene Dragoner. Und diese mussten mit Pferden versorgt werden. Dieser Aufgabe stellte sich auch Kaspar Bär, und er beherrschte das Reiten derart gut, dass es zu dieser besagten Olympiaqualifikation kam. Dass er dann doch nicht in Spanien war, darüber ist er nicht traurig. Denn: Sportreiter wollte er eher nicht sein, er liebte die Gebrauchsreiterei.

Von Harry Güssefeld

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