Konstruktion wird zehn Jahre alt / GmbH möchte Attraktion nicht missen

„Die Seetribüne ist ein echter Hingucker“

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Am 12. Juli 2008 war es soweit: Die Arendseer Seetribüne wurde offiziell eingeweiht, der Platz reichte für die vielen Interessierten gerade so aus. Dies ist inzwischen zehn Jahre her. Das Bauwerk soll mit Startblöcken komplettiert werden.

Arendsee. Für viele Arendseer Strandbadbesucher und Einheimische ist sie normal, doch vor knapp zehn Jahren war die Einweihung etwas Besonderes: Die Tribüne mit den Holzstegen wurde zuvor jahrzehntelang vermisst.

Immer wieder kamen Erinnerungen an eine alte Konstruktion hoch, die im Winter 1982 vom Eis zerquetscht wurde. Mit Fördermitteln gelang es schließlich 2008 eine neue Konstruktion zu bauen.

Diese kann nicht nur nach der offiziellen Strandbad-Saisoneröffnung am Donnerstag, 10. Mai, genutzt werden. Den Winter über werden die Türen immer wieder geöffnet. Spaziergänger kommen auch außerhalb der Saison zum Bauwerk. „Die Tribüne ist ein echter Hingucker und für Arendsee ein Alleinstellungsmerkmal. So etwas gibt es nicht überall“, unterstreicht die amtierende Geschäftsführerin der Luftkurort Arendsee GmbH, Sonja Nowak, im Gespräch mit der Altmark-Zeitung. Sie hält die damalige Entscheidung, die Attraktion zu bauen, für richtig.

Allerdings hat solch ein Holzbauwerk auch einen höheren Pflegebedarf. So waren in den vergangenen Monaten Reparaturen nötig. „Diese sind abgeschlossen“, verweist die amtierende Geschäftsführerin darauf, dass die Tribüne weiterhin uneingeschränkt genutzt werden kann. Besonders bei Sonnenliebhabern ist sie gefragt. Doch an extrem warmen Tagen sind schattige Plätze an Land eher gefragt. Die Frage, wie die Tribüne außer zum Sitzen und Liegen noch genutzt werden kann, treibt die Verantwortlichen seit der Einweihung am 12. Juli 2008 immer wieder um. Versuche gab es einige, doch vieles scheiterte. Dazu gehörte die Idee, Freiluftkino anzubieten. Doch Wind könnte die Leinwand zerreißen. Der Gedanke von regelmäßigen Theatervorführungen wurde ebenfalls wieder verworfen, es ist zu wenig Platz für die Schauspieler.

Ein lang gehegtes Tribünen-Ziel könnte aber nun Wirklichkeit werden. Mithilfe von Fördermitteln sollen Startblöcke an den kleinen Seitenstegen, die von der Sitzfläche aus in Richtung See führen, installiert werden. Dann wären dort verschiedene Schwimmwettkämpfe möglich. Zwischen den Stegen gilt es dann Bahnen zu markieren. Dabei sollen elastische Bänder zum Einsatz kommen. Die Markierungen können schnell an- und abgebaut werden. Zunächst gilt es aber abzuwarten, ob Fördermittel fließen. Ein anderes zusätzliches Angebot, wird es allerdings nicht mehr geben. Der Drei-Meter-Sprungturm, der einst lockte, wurde aus Sicherheitsgründen abgebaut. Einen Neuen wird es nicht geben.

Die Tribüne bleibt aber natürlich und direkt daneben befindet sich das Häuschen der Rettungsschwimmer. Die Konstruktion bietet Platz für 500 Besucher und ist 53 Meter lang. Das Bauwerk ruht auf 21 Dalben (Stahlkonstruktion), ein Stahlfachwerk dient als Auflagenkonstruktion. Darüber befinden sich 40 Nagelplattendoppelbinder aus Lärchenholz. Genutzt werden können sechs Sitz- und Liegenflächen, die treppenförmig angeordnet sind.

Von Christian Ziems

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