Arendsees Bürgermeister appelliert an die Bürger / Kraftakt bei Binde

Nach dem Sturm: „Seepromenade meiden“

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Die Seepromenade ist weiterhin durch Bäume, auch stärkere ihrer Art, gesperrt. Immer wieder hatten Fußgänger und Radfahrer die Hindernisse gemeistert – doch die Verwaltung weist auf die Gefahren hin und bittet, die Promenade zu meiden.

Arendsee / Binde. Trotz enormer Sturmschäden, umgekippter Bäume und Ästen, die zur Erde stürzen könnten, haben auch am Wochenende viele Arendseer und Urlauber den Seerundweg genutzt.

„Das ist mehr als gefährlich“, so Bürgermeister Norman Klebe gestern gegenüber der AZ. Die Gefahren lauern überall, und allein ein Übersteigen der Bäume mit oder ohne Fahrrad birgt Gefahren. Auch die viele kleinen und größeren Äste auf dem Weg könnten für Radfahrer zur Stolperfalle werden. 

„Wir appellieren an die Vernunft der Bürger, die Seepromenade bis auf Weiteres zu meiden“, erklärte Norman Klebe. Auch deshalb, weil die Aufräumarbeiten in vollem Gange sind. Mitarbeiter des Wirtschaftshofes werden aktuell durch die in Fleetmark tätigen Kräfte unterstützt. „Wir holen auch die Firma Ernst Pengel mit ins Boot, und es laufen Gespräche mit dem Betreuungsforstamt in Arendsee“, so Klebe.

Ein Linde liegt auf dem Wohnhaus der Familie Krispin in Binde. Heute soll ein Fangmann-Kran das Problem lösen. 

Überall werden die Kräfte gebraucht. Auch in Binde, wo eine Linde auf das Wohnhaus der Familie Krispin gestürzt ist und aktuell auf dem Dach liegt. So einfach kann der Baum aber nicht entfernt werden – für heute, Dienstag, ist ein Fangmann-Kran bestellt worden, der den Baum vorsichtig von der Dachfläche entfernen soll. Ein dicker Ast hat bereits den Dachfirst beschädigt. „Das ist ein komisches Gefühl, abends ins Bett zu gehen, wenn auf dem Dach dieser Baum liegt“, sagte Grit Krispin der AZ.

Am Sonnabend hatte der Wirtschaftshof länger geöffnet als sonst – die Bürger nutzten das Angebot, um Sturmschnitt zu entsorgen.

Von Harry Güssefeld

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