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Seeparzellen Arendsee: Arbeit an den Voraussetzungen für den Bebauungsplan geht weiter

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Von: Jens Heymann

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Idyllisch gelegen, aber baurechtlich heikel: Für die Seeparzellen in Arendsee soll ein vereinfachter Bebauungsplan erstellt werden.
Idyllisch gelegen, aber baurechtlich heikel: Für die Seeparzellen in Arendsee soll ein vereinfachter Bebauungsplan erstellt werden. Aktuell stimmen sich Planer und Behörden ab. Eigentümer sollen sich finanziell beteiligen. © Heymann, Jens

Manche Einwohnerversammlungen stoßen auf wenig Interesse, die der Pächter und Eigentümer der Seeparzellen zwischen Kaskade und Bleiche in Arendsee gehörte nicht in diese Kategorie. Sogar auf den Tischen des Kindercafés im Integrationsdorf saßen die Leute.

Arendsee – Aber was hat sich seit diesem Abend Ende Juni in der Thematik getan und wichtiger: Was soll noch passieren? Aus dem Arendseer Rathaus war nun im Dezember zu hören, dass die Mehrzahl der Parzelleneigentümer den Kontakt mit der Stadtverwaltung hergestellt und einen Vertrag unterschrieben hat, um sich an den Kosten für den beabsichtigten Bebauungsplan anteilsmäßig zu beteiligen. Zur Erinnerung: Mit einem solchen Bebauungsplan (in diesem Fall in einer vereinfachten, kostengünstigeren Version) sollen Bestandsbauten und rechtliche Möglichkeiten für die Zukunft gesichert werden.

Stadt und Planer stehen unterdessen im Austausch mit den Kreisbehörden (insbesondere die für Natur-, Wasser- und Baubelange). Vor Weihnachten hat es nach AZ-Informationen eine sogenannte Ämterkonferenz gegeben. Dort sind Standpunkte und Ansichten mitgeteilt worden. Die Abstimmung aller Interessen ist Voraussetzung für einen erfolgreichen weiteren Werdegang. Arendsees Bürgermeister Norman Klebe zeigte sich zuletzt optimistisch, das formelle Verfahren mit dem Ziel eines Bebauungsplanes im ersten Quartal 2023 in die städtischen Gremien bringen zu können.

Bei so vielen Seeparzelleneigentümern gibt es selbstredend auch mannigfaltige Interessenslagen. Manch einer will lediglich seinen Bestand sichern, andere wollen Neues errichten, und noch andere wiederum interessieren sich gar nicht für das Aufstellen eines Bebauungsplanes. Wie mit deren Kostenanteil umgegangen wird, ist eine der spannenden Detailfragen.

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