Verein braucht Mitglieder im Vorstand / Außerordentliche Versammlung am 3. Februar

Schützengesellschaft sucht neuen Vorsitzenden

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Vorsitzender Heinrich Rehr und sein Stellvertreter Eckhard König wollen nicht mehr für den Vorstand kandidieren.

swz Arendsee. Bei der Schützengesellschaft zu Arendsee von 1817 steht ein personeller Umbruch an. Denn Heinrich Rehr will nicht mehr als Vorsitzender kandidieren. Gleiches gilt für seinen Stellvertreter Eckhard König.

Dies betonten beide bei der Jahreshauptversammlung am Freitagabend. Wahlleiter Wolfgang Rücker gelang es zwar mit Michael Meyer (Schatzmeister), Monika Rehr (Schriftführer) sowie Matthias Goyer und Wolfgang Schmidt als Kassenprüfer einige Mitglieder für den neuen Vorstand zu gewinnen. Jedoch scheiterte die Suche nach einem neuen Vorsitzenden und seinem Stellvertreter. Ein zweiter Versuch wird jetzt auf einer außerordentlichen Mitgliederversammlung am 3. Februar gestartet. Wie Heinrich Rehr betonte, muss an diesem Tag ein neuer Vorstand gewählt werden, da sonst die Schützengesellschaft vor dem Aus steht. Eine Folge dieser Entwicklung: Die Schützen müssten sich um den Erhalt ihrer Erlaubnis zum Führen einer Schusswaffe selbstständig kümmern. Es gibt eine Schießpflicht von mindestens 18 Schuss pro 18. Das Vermögen und die Liegenschaften des Vereins gingen bei einer eventuellen Auflösung für 15 Jahre in die treuhänderische Verwaltung der Stadt über.

Bevor es um die Zukunft ging, stand ein Rückblick an. „Wir haben einiges geschafft, dazu zählt vor allem der Umbau unserer Kugelabfangung, die aus Holz ja nicht mehr zulässig war. Für den Einsatz dafür möchte ich allen Mitglieder danken“ betonte Heinrich Rehr, Vorsitzende der Schützengesellschaft zu Arendsee von 1817 geben. Kritisch fügte er jedoch hinzu, „auch wenn oft zu den Arbeitseinsätzen immer die gleichen Gesichter da waren“.

Auf die sportlichen Wettbewerbe eingehend, hob der Vorsitzende besonders die gute Beteiligung an den Pokalwettbewerben hervor. Allerdings wurde der Frauentags Pokal mangels Beteiligung der Damen nicht ausgetragen. Auch wenn die Personalsuche für den Vorstand weitergeht, haben sich die 43 Schützen – auf der Jahreshauptversammlung konnten gleich drei neue Mitglieder aufgenommen werden – wieder viel vorgenommen. So wollen sie die beliebten Schießwettbewerbe wie Ostereierpokalschießen, Himmelfahrtspokal oder Neujahrsschießen auf der Anlage in Zießau austragen.

Der sportliche Höhepunkt wird das Schießen um die Königswürde am 15. und 19. Juli sowie die Königsproklamation werden. Da der Verein in diesem Jahr sein 200-jähriges Bestehen feiert und seit Jahren mangels Interesse der Bevölkerung kein Schützenfest mehr stattfindet, möchten die Schützen einen gemeinsamen Ausflug machen. Nach einem Vorschlag des Vorstandes sollte auf dieser Fahrt eigentlich auch der neue König vorgestellt werden. Dagegen sprachen sich unter anderem Matthias Goyer und Holm Aedtner aus, die betonten, dass der Verein ein Stück Kulturgeschichte der Stadt ist. Es wurde nach einer Diskussion festgelegt, dass der neue Schützenkönig am 28. August in Arendsee auf dem Marktplatz vorgestellt wird.

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