1. az-online.de
  2. Altmark
  3. Arendsee

Schreibwerkstatt in Fleetmark ab 17. Januar geplant

Erstellt:

Kommentare

Diana Kokot
Diana Kokot las am Sonnabend, 11. Dezember, im Fleetmarker Gemeinderaum aus ihren Werken. © Eckehard Schwarz

„Mir wurde bei Hausbesuchen immer erzählt, dass viele Menschen in unserem Kirchspiel gern Geschichten aus ihrem Leben berichten und diese oft auch aufschreiben möchten. Immer wieder hörte ich: ,Ach, ich weiß ja nicht, wie ich es schreiben soll’“, informierte Fleetmarks Pfarrerin Maria Eichenberg gleich zu Beginn der Buchlesung mit der Osterburger Autorin Diana Kokot am Sonnabend, 11. Dezember, im Fleetmarker Gemeinderaum.

Fleetmark. Maria Eichenberg wandte sich mit der Bitte nach einer Schreibwerkstatt an die Volkshochschule in Salzwedel‘, und diese vermittelte ihr den Kontakt zu Diana Kokot. „Frau Kokot hat schon mehrere Schreibwerkstätten geleitet und unterhält unter anderem derzeit die Arendseer Schreibwerkstatt ‚Die Stilblüten‘“, teilte sie mit. Jetzt möchten sie die schreibwilligen Menschen in Fleetmark und Umgebung gern zu einem Kreisvolkshochschulkurs unter dem Thema „Ich erinnere mich…“ unter Leitung von Diana Kokot nach Fleetmark einladen. „Es ist egal, ob Jung oder Alt, wir möchten alle, die sich für das Schreiben interessieren, ansprechen“, betonten Diana Kokot und Maria Eichenberg. Geplant ist, diese Schreibwerkstatt der Volkshochschule ab Montag, 17. Januar, im Gemeindezentrum Fleetmark durchzuführen.

Besucher der Lesung von Diana Kokot
Aufmerksam lauschten die Besucher den Geschichten von Diana Kokot. © Eckehard Schwarz

Diana Kokot ist den Literaturfreunden nicht nur in Fleetmark keine Unbekannte mehr. Sie wurde in Salzwedel geboren, studierte Journalistik und arbeitete viele Jahre als Redakteurin und später im Medien- und Jugendbereich. Heute lebt sie in Osterburg und ist Autorin und Herausgeberin zahlreicher Bücher.

Doch es ging bei der Lesung im Gemeinderaum nicht nur um den geplanten Schreibkurs, natürlich las Diana Kokot auch aus ihren Büchern Gedichte und Kurzgeschichten vor. Dazu hatte sie ihre Bücher „Der Frosch im Schulbus“, „Im Inneren der Sanduhr“, „Jenseits der Jagd“ sowie den Gedichtband „An einem Sonntag ohne Zifferblatt“ mitgebracht. Sie begrenzte sich nicht nur auf die Adventszeit und Weihnachten, sondern führte ihre Zuhörer auch durch die Jahreszeiten. So berichtete sie vom Leben in einer Gartenkolonie, die langsam aus dem Winterschlaf erwacht, vom Wirken des Sonnenscheins oder von ihren Herbsteindrücken. Auf das geplante Thema der Schreibwerkstatt eingehend, berichtete sie in einer Kurzgeschichte vom Leben des „schweigsamen Bruno“, der sich als Schlosser und Mähdrescherfahrer in der DDR und später mit den Ergebnissen der Wende auseinandersetzen musste.

Nachdenklich war weiterhin eine kleine Geschichte aus ihrem Kinderbuch „Der Froschkönig im Schulbus“ von den unterschiedlichen Erfahrungen und Erlebnissen eines Tages, der nicht enden wollte.

Dann wurde es weihnachtlich mit der Geschichte vom Weihnachtsmann, der nicht Fahrrad fahren konnte und der Suche von Felix nach dem Glück. Den Abschluss der sehr unterhaltsamen Lesestunde in der Adventszeit im Gemeinderaum bildete dann das Gedicht „Was ich mir wünsche“.

Auch interessant

Kommentare