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Schramper Ortsrat: Schranke zur Pferdeschwemme bleibt zu

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Von: Jens Heymann

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Schranke, Schloss und Schild an der Zufahrt zur Pferdeschwemme bei Zießau
Reiter kommen an der Schranke vorbei, Kutschen nicht. Da soll laut Schramper Ortsrat auch so bleiben. © Freier Mitarbeiter

Ein ganz klares Nein hat es aus der Ortschaft Schrampe zum Thema Zufahrt für Kutschen zur Pferdeschwemme bei Zießau gegeben. Der Rat um Ortsbürgermeister Philipp Fölsch sprach sich gegen die Herausgabe eines Schlüssels für Gäste der Ziemendorfer Pferdepension aus. Das wäre sonst „ein Privatprivileg“ für deren Gäste, begründete Fölsch.

Zießau / Ziemendorf – Ein paar Tage zuvor, während der Wirtschaftsausschuss in Ziemendorf tagte, war das Thema von Nina Mogge angesprochen worden. So hätten Kutschenfahrer aufgrund der Schranke keine Möglichkeit, zur Pferdeschwemme zu kommen, obwohl damit geworben werde. Sie fragte – wie eingangs erwähnt – nach einem Schlüssel. Bürgermeister Norman Klebe verwies damals auf den Ortschaftsrat. Dieser solle sich mit der Angelegenheit befassen, was er auch tat.

An der Abfahrt von der Straße zwischen Schrampe und Zießau zur Pferdeschwemme ist vor einiger Zeit eine Schranke installiert worden. Reiter kommen problemlos daran vorbei, aber Gefährte nicht. Die Maßnahme richtete sich vor allem gegen Fahrer von Wohnmobilen, die auf diese Art ein lauschiges Plätzchen direkt am See suchten.

In der Ortschaft Schrampe wurden noch mehr Gründe gegen das Öffnen der Schranke bzw. der Herausgabe eines Schlüssels aufgeführt. So handele es sich um keinen öffentlichen Weg, sondern um Privatgelände, machte Philipp Fölsch deutlich. Zudem weise der Seeweg nicht die nötige Breite für Fahrzeuge auf. Ratskollege Marek Weiß ergänzte dahingehend, dass es eine Pferdeschwemme und kein Kutschparadies sei.

Würde die Schranke nun so weit versetzt werden, dass Kutschen hindurchpassten, wären ruckzuck wieder Autos am Ufer, machte sich der Ortschaftsrat keine Illusionen. Kurzum: Nach der kurzen, aber knackigen Erörterung gab es die Absage.

Diese strikte Haltung stößt bei Pferdefreunden durchaus auf Bedauern, wie die AZ beobachtete. Mehrfach – im Wirtschaftsausschuss in Ziemendorf wie auch während der Schramper Ortsversammlung – wurde die Pferdebadestelle als ein regionaler Höhepunkt für Reiter bezeichnet. Kutscher müssen ihre Tiere demnach wohl abspannen, wollen sie zur Schwemme.

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