Konstruktion nur zur Hälfe vorhanden: Seitenstege und Kopfteil abmontiert

Schramper Anlegestelle wird immer kleiner

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Dort wo eigentlich Boote anlegen sollen, wächst Schilf. Die Konstruktion an der Badestelle Schramper Eck ist nicht mehr vollständig. Sie wurde im Rahmen eines Gemeinschaftsprojektes mit der Anlage in Zießau gebaut. Kosten insgesamt: 500 000 Euro.

Schrampe. Die Anlegestelle am Schramper Eck wurde vor Jahren eingeweiht, wirkt aber trotzdem wie in der Bauphase. Von den Seitenstegen, die eigentlich Bootsfahrern das Anlegen ermöglichen soll, ist keiner mehr vorhanden.

Auch der Mittelteil kann nicht mehr so genutzt werden, wie ursprünglich konzipiert. Das Ende wurde abmontiert und einige Meter weiter am Ufer vertäut. Nur die Befestigungsdalben ragen aus dem Wasser.

Welchen Sinn hat diese Anlage, die nur noch zur Hälfte für die Öffentlichkeit nutzbar ist, und wird an einen kompletten Abbau gedacht? Diese Frage stellte die Altmark-Zeitung gestern Bauamtsleiter Gert Reckling: „Die Problematik müssen wir grundsätzlich klären. Mehr kann ich dazu im Moment nicht sagen.“ Offen ist auch, wo sich die fehlenden Teile befinden und was damit passiert. Trotzdem wird geworben, dass dort Liegeplätze vorhanden sind – obwohl dies offensichtlich nicht so einfach möglich ist. Die Eigentumsfrage scheint hingegen klar. Laut einem Schild gehört die Anlage der Gemeinde Schrampe. Diese ging im Zuge der Gebietsreform in der Einheitsgemeinde Arendsee auf.

Unstrittig ist zudem, wie die Konstruktion vor etwa zehn Jahren finanziert wurde. Auftraggeber war Schrampe, für die Kosten kam der Steuerzahler auf. Es flossen 90 Prozent Fördermittel. Für den Eigenanteil von zehn Prozent bekam die Kommune über das Land einen zinslosen Kredit.

Arendsees Bauamtsleiter meldete sich gestern noch einmal bei der AZ. Demnach soll das Betreiben der Steganlage über die ehrenamtliche Schiene laufen. Und zwar in Zusammenarbeit mit dem Regatta Verein Arendsee. Welche konkreten Absprachen es gibt, will er unter anderem mit Schrampes Ortsbürgermeister Arno Ungefroren klären. „Die Zukunft wird zeigen, wie es weitergeht“, unterstrich Gert Reckling. Probleme gab es in der Vergangenheit immer wieder. Bei Stürmen lösten sich einige Bauteile. Darum wurden zwischendurch stärkere Scharniere eingebaut.

Von Christian Ziems

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