Telekom will in Schrampe, Zießau und Ziemendorf die Geschwindigkeit erhöhen

Schnelles Internet für Dörfer rund um den See

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Blick auf Zießau: Dieser Ort gehört zu den Dörfern, die schnelles Internet bekommen sollen. Die Telekom hat Investitionen angekündigt, bis zum 30. Juni 2018 könnten diese abgeschlossen sein.

Ziemendorf / Zießau /Schrampe. Ziemendorf liegt geografisch gesehen mitten in Deutschland, aber trotzdem irgendwie am Ende der digitalen Welt.

Wer guten Handyempfang will, muss bestimmte Punkte im Ort aufsuchen, Internet gibt es oft nur im Schneckentempo und wenn dann auch noch beim Sturm ein Kabel reißt, bleiben die Festnetzapparate wochenlang still. Das Dorf hat des Öfteren das Nachsehen. Vor Jahren hieß es: Schnelles Internet kommt, eine Firma wollte vorbeischauen und informieren. Doch schlechtes Wetter und damit schwierige Straßenverhältnisse verhinderten dies – die Ziemendorfer hörten danach nie wieder etwas von dem Unternehmen.

„Es wäre echt toll, wenn es diesmal etwas wird“, hat Ortsbürgermeister Michael Meyer den Optimismus nicht verloren und hofft auf die Telekom. Diese hat gegenüber der Stadt angekündigt, schnelles Internet aufs Dorf bringen zu wollen. Davon würden neben Ziemendorf auch Schrampe und Zießau profitieren. Infobriefe steckten in etlichen Briefkästen. In den nächsten Wochen gibt es zudem Veranstaltungen, in denen Details vorgestellt werden. Die Telekom will den Ausbau bis Ende 2018 abgeschlossen haben.

Einwohner können davon profitieren, der Zweckverband Altmark hat allerdings das Nachsehen. Manch ein Kunde, der die Telekom-Angebote nutzt, wird wohl nicht so schnell zum Zweckverband Breitband wechseln. Dieser kündigt immer wieder den Ausbau an, im Bereich Arendsee ist aber praktisch noch nichts passiert. Keine einzige Leitung wurde bislang tatsächlich in die Erde gelegt.

Bürgermeister Norman Klebe informierte den Stadtrat, dass der Zweckverband weitere Fachleute einstellen wolle. Wann aber Arbeiten mit dem Glasfaser, das schnelles Internet garantieren soll, rund um den Arendsee beginnen, bleibt offen. Die Kommunalpolitiker hadern mit den Bedingungen, die angesetzt werden, um Fördermittel zu bekommen. Denn die angegebenen Geschwindigkeiten würden zum Beispiel einen Ausbau in Kleinau nicht unbedingt erfordern. Doch anscheinend stimmt das, was auf dem Papier steht, nicht mit den tatsächlichen Internetverbindungen überein.

Von Christian Ziems

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