Stadt und Anlieger in der Pflicht / Gert Reckling: „Können nicht überall gleichzeitig sein“

Bei Schnee herrscht Arbeitsteilung

Arendsee. Weiße Pracht – vielerorts in der Einheitsgemeinde wurde dieser Tage zum Schneeschieber gegriffen. Und auch die Räumdienste waren im Dauereinsatz. Damit der Schnee bzw. das Eis nicht zur Gefahr wird, ist Arbeitsteilung angesagt.

Wie Vize-Bürgermeister Gert Reckling im Gespräch mit der AZ erklärte, sind Anlieger grundsätzlich für Gehwege und die Zufahrten an den Grundstücken zuständig. Die Flächen gilt es zu räumen, damit Spaziergänger nicht stürzen. Dabei ist es egal, ob sich diese an kommunalen, Kreis-, Landes- oder Bundesstraßen befinden. Sollte kein Gehweg vorhanden sein, gilt es zumindest, eine Gasse freizuschieben. Wer ein Eckgrundstück hat, muss entsprechend mehr Schnee räumen. Übrigens: Parkflächen stehen in der Priorität an letzter Stelle.

Bei Glatteis ist Streuen angesagt. „Mit Salz sollte aber sehr vorsichtig umgegangen werden, da es die Steine angreifen kann. Ich empfehle eine Mischung, zum Beispiel mit Sand“, rät Gert Reckling. Bei den Fahrbahnen ist es so, dass in der Regel Räumdienste versuchen, diese soweit wie möglich freizuhalten. Bei kommunalen Straßen in der Einheitsgemeinde ist der Wirtschaftshof zuständig. Er wird von Unternehmen unterstützt, mit denen ein Teil der einstigen Gemeinden bereits vor Jahren Verträge abgeschlossen haben.

„Wir können aber nicht überall gleichzeitig sein“, schränkt der stellvertretende Bürgermeister ein. Außerdem sei es nicht möglich, bei jedem geringen Schneefall sofort alle Straßen zu räumen. Anders sah es am Sonntag aus: Durch Böen lag die weiße Pracht an einigen Stellen über 20 Zentimeter hoch. Die Räumdienste waren den ganze Tag über unterwegs.

Am gestrigen Montag habe es im Arendseer Rathaus kaum Beschwerden von Einwohnern der Einheitsgemeinde gegeben. Dies hängt laut Annette Wolter vom Ordnungsamt auch damit zusammen, dass ein Großteil des Schnees in der Nacht zu Sonntag fiel: „An einem Arbeitstag hätte es wohl anders ausgesehen.“

Sollte es zu einem so ergiebigen Schneefall kommen, dass die Räumdienste die Massen nicht bewältigen, gibt es Reserven. So kann die Einheitsgemeinde laut Gert Reckling zum Beispiel auf die Hilfe von landwirtschaftlichen Unternehmen aus der Region setzen.

Von Christian Ziems

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