Filmcamp Arendsee: Dreh der Stunts erfordert viel Mut und Können

Schlägerei im Heizhaus

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Das Falltraining rücklings erforderte schon Mut von den Teilnehmern des Kurses (großes Foto). Intensiv wurden Kampfabläufe geübt – immer und immer wieder, bis die Szene im Kasten war, wie es in der Filmsprache heißt.

Arendsee. „Der Stuntman führt eine Technik aus Kampf und Tanz aus. Er muss dabei lernen, ein Team mit den anderen Darstellern zu werden, nur so funktioniert es und sieht dann gut aus.

Ein gelungener gefährlicher Stunt hat nichts mit Glück zu tun“, erklärte Stuntman Michael Bornhütter in einer Drehpause. Auf dem Programm im Filmcamp: Stunts und Action. Im Rahmen des einwöchigen Aufenthaltes erlernen vier Teilnehmer, darunter drei junge Frauen, die Grundlagen in Sturz- und Falltraining, Body-stunts, Filmschlägerei bis hin zum Entwurf einer eigenen Kampfchoreografie.

Michael Bornhütter (l.) und Till Eitner besprechen die Dreharbeiten am alten Heizhaus.

Als Dozenten für die drei Kurzcamps konnte Filmcamp- Leiter Norman Schenk wieder den Stuntman Michael Bornhütter gewinnen. Er wirkte unter anderem an Filmen wie „Lola rennt“, „Stauffenberg“, „Der Medicus“, „Die drei Musketiere“ und „Cloud Atlas“ sowie in Serien wie „Der Landarzt“, „Berlin Berlin“ und „Ein starkes Team“ mit. Wie Bornhütter betonte, versucht er den Jugendlichen vor allem die Stuntchoreografie und so Teamarbeit zu vermitteln. Am Sonnabend wurden am alten Heizhaus am Gollensdorfer Postweg noch einmal Filmschlägerei-Szenen sowie Stürze geübt, bevor die Handlung von Till Eitner an der Kamera sowie Norman Schenk aufgenommen wurde – der Streifen soll während der Filmnacht am 8. September mit bewertet werden.

Die jungen Frauen, Emily Bauer, Alisa Grabowski und Helen Ziegler, und der junge Mann in der Runde, Daniel Kirwan-Baez, zeigten, dass sie schon eine gewisse sportliche Vorausbildung in Tanz oder Viet Vo Dao, einer vietnamesischen Kampfsporttechnik, hatten. Die Frauen hatten im vergangenen Jahr schon an Camps in Schauspiel und Regie teilgenommen und wollten in diesem Jahr ihr Können bei Stunts erweitern. „Ob ich einmal versuche, Schauspielerin zu werden, weiß ich noch nicht, doch das macht mir hier viel Spaß“, sagte Helen Ziegler. Wie sie wollen auch ihre Mitstreiterinnen im nächsten Jahr wieder ins Filmcamp kommen. „Wir hoffen, dass wir einen Kurs bekommen, doch wir wissen, dass Schauspiel und Regie schnell ausgebucht sind“, ließen sie wissen.

Nun hoffen sie, dass der Kurzfilm vom Sonnabend in die engere Wahl kommt. Und beim 5. Arendseer Filmfest im Ida gezeigt wird.

Von Eckehard Schwarz

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