Leere und nicht mehr lesbare Tafeln sorgen für Verwirrung

Schilderchaos am See

Diese Tafel an der Kaskade informierte einst über die Lebensgemeinschaft Schilfzone. Doch davon ist nichts mehr zu lesen. Das Schild ist bereits seit einigen Jahren stark beschädigt. Fotos (2): Ziems

Arendsee. Schilder in verschiedenen Größen und Gestaltungsformen stehen entlang des Rundkurses. Die Pflege funktioniert aber sichtbar nicht. Ein Beispiel: Informationstafeln, die über Flora und Fauna am Arendsee aufklären sollen, sind nicht mehr lesbar.

Die Holz-konstruktionen wurden immer wieder angekokelt, die Beschichtung mit Text und Bildern abgerissen. Folge: Die Tafeln sind in einem trostlosen Zustand und rotten vor sich hin.

Stabile Konstruktionen aus Metall gibt es, doch werden diese nicht immer genutzt. So steht an der Arendseer Badestelle „Quelle“ ein Ständer ohne Schilder. „Wir bieten Interessierten an, die Konstruktion für Werbung zu nutzen. Anträge können bei der Stadt gestellt werden“, so Bürgermeister Norman Klebe auf Nachfrage. Bisher hat aber niemand dieses Angebot, auf das es vor Ort keinen Hinweis gibt, genutzt.

Hinzu kommt, dass nicht nur die Stadt, sondern auch der Kreis, Naturschutzorganisationen und Gewerbetreibende ihre Anliegen deutlich machen wollen. Dadurch gibt es an einigen Stellen eine wahre Flut an verschiedenen Informationen. Zerstörungswut führt aber immer wieder zur Negativ-Werbung für den Luftkurort.

Mitglieder des Tourismusvereins kritisierten bei einer Versammlung zudem, dass es zu wenig Hinweise auf Wege gibt, die von der Innenstadt zum Ufer führen. Dies gilt auch für die weitere Umgebung. Die Befürchtung der Tourismusanbieter: Wer auf der Bundesstraße 190 unterwegs ist, kann sich zwar auf Grund des Namens denken, dass es in Arendsee einen See gibt, findet diesen aber nicht immer auf Anhieb.

Von Christian Ziems

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