Arendseer ärgern sich über Wassercent für das Strandbad und defekten Zähler

„Das ist ein Schildbürgerstreich“

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Für die Riesenrutsche im Arendseer Strandbad muss Wasser aus dem See gepumpt werden. Dafür will das Land Geld.

Arendsee. Für jeden Kubikmeter, den die kommunale Luftkurort Arendsee GmbH zum Betreiben der Strandbad-Riesenrutsche und Wasserspielgärten aus der „blauen Perle“ pumpt, will das Land als Seebesitzer Geld.

Und das, obwohl es sich um einen Kreislauf handelt – das nasse Element läuft ja wieder zurück. Seit Jahren ärgert dies die Arendseer. „Das ist ein Schildbürgerstreich“, will Stadtrat Uwe Walter die Situation nicht stillschweigend hinnehmen. Bisherige Verhandlungsversuche mit dem Land scheiterten, es gibt aber zumindest eine Reduzierung des Preises. Arendsee will am liebsten gar nichts bezahlen. Innenminister Holger Stahlknecht versprach, sich die Sache anzuschauen. Eine Antwort gab es bislang nicht.

Pro Jahr werden zwischen 4000 bis 6000 Euro fällig. Die Zahl variiert – je nachdem, wie gut die Saison läuft. Für 2016 gab es eine böse Überraschung. Obwohl der Sommer als schlecht eingestuft wurde, stieg der Wasserbedarf für Rutsche und Spielgeräte extrem. Maximal 180 000 Kubikbmeter dürfen entnommen werden, es seien aber laut Zähler 202 000 Kubikmeter gewesen. Dies würde rund 16 000 Euro kosten.

Beim genaueren Betrachten des Zählers kam allerdings heraus, dass er defekt ist und nicht richtig misst. Das Landesverwaltungsamt kam der Stadt entgegen, der Verbrauch darf geschätzt werden. Die Behörde gab noch den Hinweis, dass der Wassercent für das Strandbad keine Entscheidung des Amtes, sondern eine politische der Landesregierung sei.

Von Christian Ziems

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