Stadträte machen auf desolaten Straßenzustand vor allem der L1 aufmerksam

Schäden durch Splitt: Pfusch ärgert Autofahrer

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Zuviel Split liegt auf der Straße und sorgt für Schäden: Darauf wiesen Stadträte am Dienstag hin. Sie wollen keinen „Pfusch“, sondern fordern einen ordentlichen Teilausbau besonders schlechter Straßenabschnitte.

Arendsee. Die Freude über die rund 350 Meter der Landesstraße 1, die im Ort Arendsee saniert wurde, ist noch nicht verklungen.

Da gibt es schon harsche Kritik gerade an dieser Straße, die sich nach Aussagen der Bauausschussmitglieder im Ganzen in einem desolaten Zustand befindet. „Es wird gepfuscht, indem seit Wochen Splitt auf die Straße geworfen wird, und ein Großteil dieses Splitts bleibt liegen und sorgt für enorme Gefahren“, so Fleetmarks Ortsbürgermeisterin Angelika Muhabbek. Sie berichtete im Ausschuss über derartige Zustände auf der L 1 zwischen Fleetmark und Sanne, aber auch auf der L 10 zwischen Fleetmark und Kassuhn. Von Pfusch sprach auch Kerkaus Ortsbürgermeister Michael Wrana. „Ich weiß von rund zehn Fällen, wo durch Splitt Scheiben und Lack an Fahrzeugen demoliert wurden“, erklärte der Kerkauer. Das sei so nicht hinzunehmen. Wrana forderte eine Petition an Kreis und Land, um auf die Situation hinzuweisen. Vor allem die Landesstraße 1 zwischen Gollensdorf und weiter in Richtung Fleetmark durchzieht das Gebiet der Stadt Arendsee – und solche Abschnitte wie Arendsee-Thielbeer seien eine Zumutung, so Wrana Aber auch Ortsdurchfahrten wie in Fleetmark die Velgauer Straße würden die Bürger nerven. Zumal die Sanierung genau dieser Straße bereits vor vielen Jahren im Gespräch war. Doch nichts passierte.

Auch wenn Kommunen, Kreis und Land unter klammen Finanzen leiden – der Stadtrat müsse sich verpflichtet fühlen, bessere Straßen für die Bürger zu fordern, so Wrana. Stadtrat Klaus Führ forderte die Aufnahme von Straßen im Stadtgebiet Arendsees in eine Prioritätenliste, so vor allem die Kreisstraßen.

„Südlich des Ortes Arendsees passiert meiner Meinung nach nichts“, so Wrana. Stadtrat Jens Reichardt erinnerte an die Forderung des Landrates Michael Ziche beim Besuch des Innenministers, mehr für die Landesstraße 1 zu tun. Doch das allein konnte die Stadträte nicht befriedigen. Es müssten Taten folgen. Unverständnis herrschte, als Bauamtsleiter Gert Reckling sagte: „Das Land verweist auf die niedrige Belegung der erwähnten Straßen.“ Deshalb setze Magdeburg ganz andere Prioritäten, hieß es.

Von Harry Güssefeld

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