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Sanner Ortsrat ringt um Lösung: Alte Möbel oder doch neue

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Von: Detlef Güssefeld

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Die alten, massiven Stühle im Sanner Dorfgemeinschaftshaus haben noch viele Freunde.
Die alten, massiven Stühle im Sanner Dorfgemeinschaftshaus haben noch viele Freunde. Ob sie in absehbarer Zeit ersetzt werden, ist noch nicht entschieden. © Freier Mitarbeiter

Es ist gute Tradition in Sanne-Kerkuhn, dass zur letzten Ortschaftsratssitzung des Jahres zu einem Essen eingeladen wird. Ortsbürgermeister Jens Reichardt persönlich organisiert alles, schmückt die kleine Festtafel und bedankt sich bei seinen Mitstreitern im Rat, aber auch bei einigen engagierten Bürgern. Diese nahmen dann am Tisch Platz.

Sanne / Kerkuhn – Aber zuvor ging es noch einmal um ganz ureigene Interessen und Probleme im Doppeldorf. Das größte Problem: die Pumpe im Dorfgemeinschaftshaus, deren Reparatur nun im neuen Jahr endlich realisiert werden soll. Dass der Wasserschaden noch Restwehen beschert, wurde ebenso besprochen wie auch die anstehende Sanierung im Innern des Gemeindehauses. Reichardt sucht Mitstreiter, man wolle das eigentlich aus eigener Kraft schaffen. Malern und neue Lampen vielleicht. Der Optimismus ist groß, dass alles geschafft wird.

Schwieriger gestaltet sich die Entscheidung, ob es neue Stühle geben soll oder nicht. Schon vor Monaten war eigentlich klar: Die Stühle sollen erneuert werden, weil sie schon so alt sind. Dringend müssten die Polster gereinigt werden, dazu kommen kleine Tischlerarbeiten.

Parallel dazu gab es die Überlegung, neue Stühle zu kaufen. Und dann doch wieder Zweifel. Massive Holzstühle, wie vorhanden, auf den Müll der Geschichte zu werfen, sei schade, hieß es. Auch die Diskussionen überall, dass gespart werden müsse, seien nicht außer Acht zu lassen, hieß es.

Doch die Mittel für Stühle sind da, hieß es. Aber die Angst geht um, dass die neuen Sitzmöbel den Sitztest nicht aushalten. Grund sind die Menschen, die einen höheren Body-Mass-Index haben. Die fühlten sich auf den Stühlen bislang sehr wohl, und wenn die Omas und Opas während Veranstaltungen ihre Enkel auf den Schoß nehmen, dann stecken das die vorhandenen Stühle gut weg. Und nun der Kompromiss: Ein neuer Stuhl soll schnell ausgesucht und ein Probeexemplar geprüft werden. Die Sanner Stuhlprobe wird dann offiziell anberaumt. Danach soll das Votum fallen. Für die alten, bewährten Stühle oder die neuen. Man darf gespannt sein.

Sollte das neue Exemplar durchfallen, so die Meinung in Sanne, dann sollen die alten aufgearbeitet werden. Mit Polsterreiniger und Tischlergeschick. Der Ortsrat will dann auch freiwillige Helfer dazu einladen.

Themawechsel: Dass der Löschteich in Sanne-Kerkuhn eine neue Folie erhalten soll, wurde positiv aufgenommen. Es gab in der letzten Runde des Jahres weitere Bemerkungen, so die noch nicht erfolgte Grundsäuberung der Gehwege, um den Anliegern das Reinigen zu ermöglichen. Und dann gab es Essen. Und ein Bier. Man freue sich auf das neue Jahr und wünschte sich ein gesundes Fest.

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