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Sanne-Kerkuhn: Löschteiche aufgrund von Engpass nicht nachgefüllt

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Von: Jens Heymann

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Ein Blick auf den Sanner Löschteich: Aufgrund von Kapazitätsproblemen im Einwinkeler Wasserwerk durfte nicht aus dem Leitungsnetz nachgefüllt werden, erfuhr die AZ kürzlich auf Nachfrage.
Ein Blick auf den Sanner Löschteich: Aufgrund von Kapazitätsproblemen im Einwinkeler Wasserwerk durfte nicht aus dem Leitungsnetz nachgefüllt werden, erfuhr die AZ kürzlich auf Nachfrage. © Privat

Wenn es richtig brennt, reicht das mitgeführte Löschwasser auf den Einsatzfahrzeugen der alarmierten Feuerwehren meist nur für die erste Zeit. Dann muss auf Wasserreserven der Umgebung zurückgegriffen werden. Was aber, wenn die Wasserknappheit selbst vor solchen Reservoiren nicht haltmacht?

Sanne / Osterburg – Sanne-Kerkuhns Ortsbürgermeister Jens Reichardt machte kürzlich einen Rundgang durch sein Doppeldorf. „Löschwasser dringend benötigt“, notierte er sich beim Anblick der Wasserkapazität in Sanne. Auch in Kerkuhn waren die weißen Ränder am Löschteich gut zu sehen.

Der Knackpunkt: Das Nachfüllen mit Wasser aus dem Leitungsnetz erlaubte der zuständige Wasserverband Stendal-Osterburg aufgrund von Kapazitätsproblemen nicht. Das bestätigte Geschäftsführer Mathias Ploewka auf AZ-Nachfrage.

Als Trinkwasserversorger sei der Verband zwar nicht grundsätzlich für das Bereitstellen von Löschwasser verantwortlich, hieß es aus Osterburg. Falls es die Möglichkeiten aber zulassen, werde es wieder gehen. Verbandsmitarbeiterin Susanne Ahrens verwies auf einen höheren Verbrauch als im Winter. Das Netz dürfe nicht überlastet werden. Dazu komme die große Verdunstung im Sommer – was für das verwendete Wasser eigentlich schade sei.

Engpässe bei der Löschwasserversorgung sollen unterdessen nach Möglichkeit in Zusammenarbeit mit örtlichen Landwirten umschifft werden. Davon berichteten sowohl der Sanner Ortsbürgermeister als auch die Arendseer Stadtverwaltung.

Doch Jens Reichardt will auf die ganze Tragweite von Wassermangel im Brandfall hinweisen: „Das wird zu einem generellen Problem“, sagte er zur AZ, ohne anderen Akteuren nun eine Schuld zuschieben zu wollen. Er mahnte aber dennoch an, dass auf diese Gegebenheiten reagiert werden müsse – lediglich auf ein regenreiches Jahr zu hoffen, werde nicht ausreichen.

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