Norman Klebe: Arendsee zieht nach Besuch in Polen positive Bilanz

„Die Sache wird wachsen“

+
Arendsees Bürgermeister Norman Klebe beschreibt die Reise nach Polen als Reise zu Freunden. Und er konnte sich in Wydminy nicht nur als Kommunalpolitiker, sondern auch als Orgelspieler einführen. Dafür gab es einen Notenschlüssel-Pokal.

Arendsee. Die viertägige Reise einer Arendseer Delegation in die Partnerstadt Wydminy hat Bürgermeister Norman Klebe gestern als vollen Erfolg bezeichnet. Die Partnerschaft ist in Sack und Tüten – heißt unterschrieben.

Nun gilt es, eine „freundschaftliche Zusammenarbeit in den Bereichen Kultur, Schulwesen, Sport und Wirtschaft“, wie es auf der Urkunde vermerkt ist.

Die Stadt Wydminy hat ungefähr 6000 Einwohner, gleiche Voraussetzungen wie Arendsee in vielen Bereichen – aber profitiert aktuell noch von einer hohen EU-Förderung für ausgewählte Projekte. Viele junge Leute sind aber gegangen. „Es geht darum, Voraussetzungen zu schaffen, sie wieder zu überzeugen, in die Heimat zurückzukehren“, so Klebe. Er erklärt das, als rede er über Arendsee. Beide Regionen haben Gemeinsames, unter anderem viel Wasser. Aber während Arendsee stolz auf einen See ist, gibt es in Masuren bekanntlicherweise rund 3000 Seen. Und auch rund um Wydminy mehrere, die touristisch genutzt werden.

Norman Klebe, bekannt als Organist, spielte auch in Polen – gemeinsam mit einem Organisten in der Kirche zu Wydminy, was auf deutsch „Widminnen“ heißt. Bach vierhändig, das überzeugte die Anwesenden und die Folge: Klebe bekam einen Pokal, einen Notenschlüssel.

„Wir sind überwältigt von der Gastfreundschaft, von dem Willen, mit uns zusammen eine schöne Städtepartnerschaft aufzubauen“, sagte der Bürgermeister. Übrigens: Als Gastgeschenk seitens der Arendseer gab es Baumkuchen, Diesdorfer Apfelbrand mit Gläsern und ganz viel Infomaterial über Arendsee.

Klebe ließ keinen Zweifel daran, dass „die Sache wachsen wird“, wie er sagte. Mit Wydminy habe man nicht nur einen besonderen Ort, sondern auch gute Freunde für eine Zusammenarbeit gefunden. Dass man sie pflegen müsse, stehe außer Frage.

Von Harry Güssefeld

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare