Langjährige Bewohner des Campingplatzes sorgen für wichtige Einnahmen

Rund 725 Dauercamper in 300 Bungalows

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Waltraud Schotes aus Salzwedel und Walter Gradkowski aus Werder bei Neuruppin auf dem Campingplatz Arendsee. Die beiden Dauercamper unterstützen sich bei den Arbeiten an ihren Anwesen und hatten sich erst vor zwei Jahren kennengelernt.

Arendsee. Noch regt sich nicht viel auf dem Campingplatz am Arendsee. Doch vereinzelt kehren die Dauercamper zurück auf ihre Anwesen. Unter ihnen sind auch Waltraud Schotes aus Salzwedel und Walter Gradkowski aus Werder bei Neuruppin.

Die beiden harkten und fegten gestern und säuberten das Dach von Laub. Beide haben je einen Bungalow auf dem Platz, Waltraud Schotes schon seit nunmehr 14 Jahren, Walter Gradkowski seit zwei Jahren. Wie die AZ von der Campingplatzleitung erfuhr, haben sich beide auf dem Platz kennengelernt.

In Kürze wird es auch wieder Wasser in den Bungalows geben, nach und nach wird es ab heute wieder angestellt. „Wir haben uns dazu entschlossen, weil wir glauben, dass es keine tiefen Nachttemperaturen mehr geben wird und die Gäste eher anreisen“, erklärten Katrin Abel und Karsten Döpelheuer in der Platzinfo. Auch eine Toilette ist funktionsfähig. Das Sanitärgebäude wird dann zum 1. April geöffnet.

300 Domizile von Dauercampern gibt es auf dem Platz am Harper Weg. Sonja Nowak von der Luftkurort-Arendsee-GmbH, der Betreiberin, macht keinen Hehl daraus, dass die Einnahmen von den Dauercampern in Form der Platzmiete die Wirtschaftlichkeit maßgeblich bestimmen. Zwischen 500 und 700 Euro sind jährlich fällig.

Die Anwesen der Dauercamper haben in der Vergangenheit immer wieder für Diskussion gesorgt. Gar eine Komplettsanierung des Platzes war einst in Erwägung gezogen worden. Doch davon ist derzeit keine Rede. „Es ist so, dass auch ältere Besitzer immer wieder mal ein Anwesen abgeben. Meist an die Familie, aber manchmal wird auch an Fremde verkauft“, weiß Katrin Abel. In Einzelfällen, wenn die Anwesen keinen Ansprüchen mehr genügen und kein Käufer gefunden wird, reißen die Mitarbeiter des Platzes eine Immobilie auch mal ab. So verschwindet derzeit ein Wagen, in dem bis zum Sommer eine Familie campierte, aber vom Platz geklagt wurde, weil sie keine Miete und keine Nebenkosten bezahlt hatte (wir berichteten).

Die Campingplatzleitung vermittelt im Fall von Verkäufen. „Das machen wir, weil wir ja daran interessiert sind, dass die Bungalows wieder besetzt werden“, hieß es gestern.

Das Durchschnittsalter der Dauercamper betrug Ende des Jahres 2012 rund 54 Jahre. Die Mitarbeiter hatten sich die Arbeit gemacht, um sich einmal einen Überblick zu verschaffen. So war die Dauercamper-Gemeinschaft am Ende des Jahres 2012 725 Personen stark – darunter 188 Kinder.

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